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Nasenpolyp rechts

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Route66  fragt am 14.09.2008
Hallo,

aufgrund Geruchs,- und Geschmacksverlust wurde bei mir eine HNO Untersuchung durchgführt.

Seit ewigen Jahern leide ich unter chronischer Nebenhöhlenentzündung (durch MRT Schädel hat
man das immer diagnostiziert).

Vor fast 2 Jahren schaute mir der HNO in die Nase und meinte "Ach was haben wir denn da"
Rechts ein Polyp den man auch fühlen kann, wenn den Finger in die Nase stecke...*schäm*

Der HNO meinte das er das auch ambulant erledigen könne, doch er bräuchte zuerst ein aktuells MRT von Gesicht/Schädel.

Da ich aufgrund meiner Autoimmunerkrankung Hashimoto (chron. Unterfunktion der Schilddrüse) und schlechten Eisenwerten auch nicht narkosefähig bin, bekam ich natürlich Angst, bin seitdem nicht mehr zum HNO.

Zwischenzeitlich ist der Polyp größer geworden :-(
Muss dazu sagwn das ich immr wieder mal "Topinasal Spray" bekam, meine das sich dadurch der Polyp
irgendwie immer verkleinert bzw. verkrochen hat?!

Nehme zur Zeit normales Nasenspray da dick die Erkältung habe.
Polyp ist dick angeschwollen und ich kann nur noch durch den Mund atmen - chron. Bronchitis obendrauf!

Kann mir viellicht jemand sagen, ob eine ambulant OP des Polyps überhaupt machbar ist?
Und irgendwelche Risiken oder sonst etwas, was interessant wäre?

Ich bedanke mich schonmal für Eure Antworten.

Liebe Grüße
Petra
 
larie5  sagt am 14.09.2008
Hallo Petra, ich hatte auch mal einen Nasenpolyp. Den habe ich per Laser entfernen lassen. Das war vor ca. 2 Jahren. Aber leider war der Erfolg nicht so gut. Deshalb musst ich ein zweites mal operiert werden. Das war dann ambulant. Angst hatte ich schon ein wenig, dass es anfängt zu bluten und nicht mehr aufhört. Aber es ist alles gut gegangen.
 
Route66  sagt am 15.09.2008
Hallo,

wie wurde das ambulant entfernt?
Schmerzen, Nachblutung, Betäubungsart, Dauer des Eingriffs?
Ich wäre Dir für ausführlichere Infos wirklich sehr dankbar.

Liebe Grüße
Petra
 
larie5  sagt am 15.09.2008
Hallo Petra,

ich habe eine örtliche Betäubung bekommen und hab den Eingriff voll mitgekriegt. Es war halb so schlimm. Hab aber auch schon während der Operation Schmerzmittel bekommen. Danach musste ich ein paar Stunden in der Klinik verbringen (wurde morgens operiert und konnte nachmittags nach Hause). Der Eingriff selbst dauerte ca. 1/2 Stunde. Nach der Operation ist das alles unangenehm, aber auch nicht schlimmer als Weisheitszähne ziehen. Mach dich nich verrückt. Das ist sicher keine große OP.
 
missundrcovr  sagt am 10.10.2008
Hallo Petra,
Ich habe auch Poliposis nasi, wurde schon einmal operiert und leide komischerweise auch an der gleichen Schildrüsenerkrankung wie du - Hashimoto thyrioiditis.
Warum bist du nich Narkosefähig ???

Bei mir steht demnächst wieder eine OP an, denn die letzte war für die Katz. Zwischenzeitlich habe ich auch hochdosiertes Kortison eingenommen, was aber keine dauerhafte Lösung ist.

Vielleicht lesen noch mehr Leute meinen Eintrag und können mir aus meiner aussichtslosen Situation helfen, denn ich kann doch nicht jedes Jahr eine Kopf OP mitmachen.

Schon mal DANKE im vorraus

Carola
 
Route66  sagt am 11.10.2008
Hallo,

ich bin aufgrund Herzrhythmusstörungen
und meiner schlechten Blutwerte derzeit nicht
narkosefähig.

Seit wann hast Du die Hashimotodiagnose und
in welcher Dosis nimmst Du welche Medikamente ein?

LG. Petra
 
capric  sagt am 20.10.2008
Hallo Petra, hallo larie5

Wäre sehr daran interessiert, mehr über die Laserbehandlung zu erfahren. Insbesondere,
- Klink
- Erfolg
- Kosten
- alle weiteren wichtigen Einsichten

Könnt Ihr mir weiterhelfen. Danke im Voraus und Grüsse Reto
 
missundrcovr  sagt am 27.10.2008
Hallo Petra,

sorry konnte die letzte Zeit nicht an meinen Pc -
Internetzugang - ist jetzt wieder behoben.

Ich nehme 1x täglich L- Thyroxin 150.
Diagnose Hashimotho seit März 2006

Wäre für weiter Tips und Hilfe dankbar.

 
wolph  sagt am 01.11.2008
Hallo miteinander,

ich habe seit Jahren (seit ich auf der "rauhen" schwäbischen Alb wohne) jedes Jahr Probleme in der Übergangszeit, d.h. chronische Sinusitis und dazu immer wieder nachwachsende Polypen, die teilweise (v.a. bei Entzündungen)so anschwellen, daß die Nase "dicht" ist - und damit das Abheilen der Nebenhöhlenentzündung verhindern. Ich habe mir schon 3x die Polypen ambulant beim HNO "ziehen" lassen.

Das Prozedere ist bei mir folgendermaßen abgelaufen:
1. Betäubung der Nase von innen durch Einführen eines Stabes an dessen Ende eine Watte befestigt ist, welche in Betäubungslösung getunkt wurde.
2. Abwarten, bis die Betäubung wirsam ist.
3. Der Arzt führt ein Handgerät in die Nase (Größe ahnlich einer Zahge), das in der Verlängerung des Handgriffes mit einem Rohr ausgestattet ist, das am nasenzugewandten Ende eine Öffnung für eine Drahtschlinge hat, die mit dem Griff einziehbar ist. Mit dieser ausgefahrenen Drahlschlinge wird der Polyp in der Nase an dessen "Stumpf" umfaßt und durch Einziehen des Drahtes in das Rohr abgezwickt, d.h. der "Ballon" wird abgetrennt. Das Gefühl ist in diesem Moment nicht so angenehm, da man ja irgendwie trotz Betäubung mitbekommt, daß Gewebe zertrennt wird, ist aber erträglich (finde ich). Es zieht auch etwas an der Nasenwand, da da ja der Polyp festsitzt. Und es "knackt" im Kopf etwas dabei, wohl ähnlich wie wenn der Zahnarzt etwas am Zahnfleich entfernt.
4. Ausfahren der Zange aus der Nase mit ins Rohr eingezogenem Draht.
5. Vorsichtiges(!) Schneuzen in ein vorereitetes Tuch, so daß der abgetrennte Polyp ausgestoßen wird. Dieser wird in ein Glas verpackt und zur Unteruchung an ein Labor geschickt, zur Sicherheit. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man einen Blick auf dem Polypen werfen - interessant, wie groß die Dinger sind. Es erklärt sich auch dann, warum die Nase immer zu ist.

Dieses Prozedere muß man je nach Anzahl der vorhandenen und "erntebaren" Polypen wiederholen. Wenn es viele sind und beide Nasenlöcher betrifft, kann es einem etwas viel werden. Vielleicht empfiehlt sich dann, die OP auf 2 Sitzungen (pro Loch eine) aufzuteilen. Der Effekt ist aber hinterher nach dem Abschwellen (das Gewebe ist ja gereizt) umwerfend. Luft!! Bis auf einmal hat es bei mir auch nicht nennenswert geblutet. Aber auch das hört wieder auf. Je nach Typ Mensch empfiehlt sich eine gewisse Auszeit (am besten ins Bett und Schlafen), um die Anstrengung der OP und den Streß und den Druck, den man sich vorher macht, etwas abzubauen. Ich war meist nach 1-2 Tagen wieder im Büro. Auf jeden Fall sollte man sich nach der OP abholen lassen und körperliche Anstrengung für die Tage meiden. Auch "Familienstreß" sollte man für diesen Tag getrost den anderen überlassen (Partner, Oma, Freundin...)

Ich hoffe, damit etwas Angst genommen zu haben. Sprecht Euren HNO auf diese Sache an, Zähne zusammen und durch ... es lohnt sich. Ich bereite mich gerad auf meinen 4. Termin vor!

P.S. Bei Allergien kann Cetrizin ein Mittel sein, um Reizungen zu unterdrücken und dadurch vielleicht auch das Polypenwachstum reduzueren helfen ... HNO fragen!

Gruß,

wolph
 
Sunnivah  sagt am 20.10.2009
Hallo Wolph, hallo alle anderen,

der letzte Eintrag ist schon fast ein Jahr her, aber genau, was ich gesucht habe. Meine Tochter (7 Jahre)bekommt nun auch die Polypen entfernt, weil sie so schlecht Luft bekommt und alle anderen HNO-Untersuchungen (Allergietest etc.) ohne Befund sind. Nun hat sie nächste Woche den Termin in der HNO-Abteilung der Klinik hier in der Nähe, die eigentich einen sehr guten Ruf hat. Ich habe nur überhaupt keine Ahnung, was da auf die Kleine zukommt, der HNO-Arzt hat so abgewiegelt (kein Problem, ist nichts weiter...) aber wenn man gar keine Vorstellung hat, ist schon blöd.

Nun kann ich mir, dank wolph, vorstellen, wie das so abgeht. Ich hab auch vorher noch einen Termin dort in der Klinik, da werden die das hoffentlich auch noch so genau erklären, aber meine erste Angst ist mir genommen.

Wenn der Eingriff vorüber ist, werde ich hier noch mal was dazu schreiben. Soviel ich weiß, bekommt meine Kleine eine Vollnarkose, darf aber am Nachmittag auch wieder mit nach Hause.

Also bis dann mal, ich melde mich wieder

LG Sunnivah
 
Route66  sagt am 22.10.2009
Hallo,

nach langer Zeit möchte ich euch mitteilen das
ich noch immer keine Entfernung des Polypen rechts vorgenommen habe.
Irgendwie habe ich das Gefühl das sich das Teil "zurückgezogen" hat, ohne Scherz.
Denn sonst konnte ich es immer mit Finger fühlen oder gar im Spiegel betrachten, ist derzeit nicht da?!
Kann das von dem Cortisonhaltigen Nasenspray kommen?

Und warum habe ich so gut wie keinen Geruchs,- und Geschmackssinn mehr (schmecke vielleicht 21 x die Woche etwas für 5 min.)
Kann das durch diese chronische Nasengeschichte kommen?

LG. Petra

 
Route66  sagt am 22.10.2009
sorry, sollte nicht 21 x die Woche, sondern nur 1 x die Woche heissen *rotwerde*
 
wolph  sagt am 22.10.2009
Hallo Petra und alle anderen "Leidensgenossen",

Dein verlorengegangener Geruchssinn stammt zu 99% aus der "Nasengeschichte". Ich habe das gleiche Symptom schon seit mehreren Jahren. Man fühlt sich etwas ausgeschlossen, wenn man den Duft einer Frühlingswiese, eines Glases Wein oder auch Gefahrensignale wie Gasgeruch usw. nicht wahrnehmen kann...
Du mußt Dir das so vorstellen: Deine Geruchszellen sitzen recht weit oben in der Nase. Da Polypen quasi eine Auffaltung der Schleimhaut sind, überdecken diese die Geruchszellen. Der Polyp, den Du mit dem Finger spürst, wird sicher der letzte in einer Kette von Polypen sein. (Bei meiner letzten ambulanten Polypenextraktion vor ca. 2 Jahren hat der Arzt 9 Polypen aus einem Nasenloch "ernten" können!)
Erfreulich ist die Tatsache, dass er sich bei Dir verkleinert. Das kann sicherlich mit der Gabe von Kortikoiden (Nasonex?) zu tun haben. Du sprichst scheinbar darauf an. Vielleicht hast Du zusätzlich auch weniger Streß oder weniger Kontakt zu Allergenen oder bist mehr an der frischen Luft? Bei mir - der den ganzen Sommer fast immer draußen ist - beginnt jetzt die harte Zeit. Seit die Heizung läuft (sitze im Büro jeden Tag 8-10 Stunden), die Tage kurz sind und die Temperatur im Keller ist, man also mehr drinnen ist, kriege ich fast keine Luft mehr und die Polypen sind stark geschwollen. Ich denke wieder über eine ambulante Geschichte nach, nur hat mein HNO leider letztes Jahr altershalber aufgehört bzw. wollte sich die Gesundheitsreformgeschichten nicht weiter geben. Verständlich.
Übrigens soll der Wirkstoff Momentasonfuorat (oder so ähnlich, habe das Präparat gerade nicht bei mir), der in Nasonex enthalten ist, nicht die Nebenwirkungen entfalten, die man Kortison allgemein nachsagt.
Falls ich mit meinen Äußerungen nicht richtig liege, bitte ich um Korrektur, ich bin Patient mit gewisser Erfahrung und kein Arzt. Aber vielleicht kann ein/e Leser/in die eine oder andere Idee mit zur nächsten Sprechstunde nehmen ...

Grüße und einen hoffentlich guten Winter,
Wolph
 
Pfiffer  sagt am 03.06.2010
Hallo Petra, keine Angst, ich habe mir zwei Jahre lang ambulant die Polypen ziehen lassen. Ich konnte danach endlich wieder riechen. Leider sind die Polypen wieder gewachsen. Der HNO Arzt hat mir dringend eine Großklinik empfohlen, die diese OP durchführt. Ich habe mich für München- Großhadern entschieden. Das Ergebnis war super. Leider sind die Polypen wieder gewachsen. Zweite OP. Nach acht Monaten waren sie wieder da. Kein Geruchsinn mehr vorhanden. Das ist das Schlimmste!! Mit einer 14-tägigen Kortisonbehandlung geht es mir wieder sehr gut und ich kann endlich wieder riechen. Das ist auf Dauer aber keine Lösung, da Kortison Nebenwirkungen hat.
Gruß
Renate
 
Hoffnungsschim_  sagt am 19.06.2010
Hallo liebe Leidensgenossen,

ich habe meinen Beitrag auch schon unter "Verzweiflung"als Hoffnungsschimm_abgegeben,versuche auf jede Weise Tipps und Hilfe zu bekommen!Ich hoffe,dass hier noch ab und zu jemand hereinschaut und mir helfen kann!

Die Nasenpolypen loswerden ohne Nebenhöhlen – OP , wer wünscht sich das nicht.
Ein jeder Leidtragende hat verschiedene HNO-Ärzte um Hilfe gebeten.
Die meisten Patienten haben ihre Luftkanal – „Verschlußstopfen“ schon wiederholt
ambulant entfernen lassen durch schneiden und veröden oder durch lasern.

Fast alle Arztkunden, zumindest die gut informierten, lehnen diese große Schneideaktion zuerst mal ab. Zu riskant erscheint vielen Leidenden die große OP, zumal eine Wiederkehr
der alten Probleme überhaupt nicht ausgeschlossen ist.

Warum nur, gibt es immer noch keinen eindeutigen Weg im Kampf gegen diese
Nasenpolypen. Das breite HNO-Ärztelager will uns weiterhin mit dem Messer
mitten im Kopf herum schneiden, dort wo so viele Lebensfreude gebende Nerven
knapp unter der Hautoberfläche liegen.

Natürlich kann ein Teil der Ursache der Polypen an der Ernährung, an einer Allergie,
gar an der Genetik o. a. liegen. Aber dies zu Prüfen und zu Erkennen müsste doch
endlich möglich sein.

Leider können wir Patienten nicht auf einen baldigen, eindeutigen und klaren Lösungsweg
seitens der Forscher und Ärzteschaft hoffen.
Die Pharma will weiterhin eine Riesenpalette von verschiedenen Hilfsmitteln verkaufen, denn
ungelöste Probleme garantieren Dauerkundschaft!

Wegen all dieser unbefriedigenden Umstände bin auch ich abhängig von euern
hoffentlich zahlreichen Hinweisen und Lösungsvorschlägen.

Ich hatte mit 30 Jahren schon einmal über einige Zeit Nasenpolypen, diese wurden 3 mal herausgeschnitten.
Dann hatte ich 20 Jahre keine Polypen, alles war okay.

Seit 2 Jahren sind sie nun wieder da. Nichts, außer meinem Alter, hat sich verändert.
Nach 2 maligem herausschneiden hat der Arzt kein Interesse mehr an mir...
Ich solle alle Nebenhöhlen freischneiden lassen, so sein letztes Wort. Leider deutet nichts darauf hin, dass sie sich wie damals auch dieses Mal einfach entfernen lassen und ich meine Ruhe habe.

Wer kann mir die aktuellen, hilfreichen Sprays, Tabletten und Vorgehensweisen
näher bringen. Wäre dafür sehr, sehr dankbar.

Vielen, vielen Dank
Ihr Hoffnungsschimmer
 
wolph  sagt am 20.06.2010
Hallo,
es gibt kortikoidhaltive Nasensprays. Ein Standardspray ist z.B. Nasonex (Wirkstoff: Momentason). Ich habe es lange benutzt und bin nach dem HNO-Wechsel (der frühere HNO hat altershalber aufgehört) zu Beclorhinol (von Chiesi) gekommen (Wirkstoff: Beclometasondiproprionat). Ich vertrage es besser (weniger "scharf" in der Nase und keine Blutung nach längerer Anwendung) und meine, dass es die Nase freier macht. Aber das gilt für mich. Jeder Patient reagiert anders. Zusätzlich nehme ich gelegentlich Cetrizin-Tabletten gegen mögliche allergische Reaktionen. Im Sommer und bei Wärme und viel Frischluft geht es mir immer besser als im Winter bei Heizungsluft und Wohnungsaufenthalten (Staub). Dann merke ich auch, dass die Polypen die Atemwege verschließen und einen chronischen Schnupfen mit verursachen. Ist ein Kreislauf: durch chronischen Schnupfen können Polypen mit entstehen und wenn Polypen da sind, kann der Schnupfen mangels Belüftung der Höhlen nicht weg.
Auch mir hat man eine große OP angeraten, aber ich habe mich entschlossen, diese OP nicht zu machen. Die Polypen werden wieder wachsen und dann bin ich wieder am Anfang. Vielleicht lasse ich sie mir alle paar Jahre mal ambulant entfernen. Viel frische Luft und Bewegung, im Winter und bei Kühle eine Mütze tragen und aufpassen, dass man sich nicht leichtsinnig erkältet sind zusätzliche Dinge, auf die ich achte. Im Moment fahre ich ganz gut damit. Ich bekomme gut Luft und rieche auch manchmal wieder was - ohne OP.
 
Hoffnungsschim_  sagt am 26.06.2010
Hallo Wolph!

Vielen Dank für Deinen Beitrag! Schön zu wissen, wie andere mit den Nasenpolypen umgehen. Ich habe da noch zwei Fragen:

1. Ist es vorteilhaft die Sprays von Zeit zu Zeit mal zu wechseln?
2. Soll man versuchen (wenigstens im Sommer) immer mal wieder eine spray-lose Zeit einzubauen, so dass sich die Schleimhäute erholen können,
sowie auch einer eventuellen Abhängigkeit vorzubeugen-
oder erholen sich schlummernde Polypen dann womöglich wieder?

Grüßend

Hoffnungsschimmer
 
Erno  sagt am 29.09.2010
Hallo Polypenfreunde,
heute war ich beim HNO, weil irgendwas in der Nase rechts immer suppte, da fand er: Aha, Polypen.
Jetzt hab ich diese Kortisonpräparate, und nachdem ich hier alles gelesen habe, ist fast alles, was gemacht wird, reine Schulmedizin.
Nach dem Motto, wenn Schimmel an der Wand ist, streichen wir mit Antischimmelfarbe drüber.
Kann man nicht überlegen, wieso die enstehen? Stress, falsche Ernährung??? Hat da jemand Erfahrung?
 
Mikel2  sagt am 30.09.2010
ja, kommt von den Polypen. Einfach per Laser entfernen lassen. Wenn du kortisonhaltige Tabletten bekommst und Spray kommt nach kurzer Zeit der Geruchssinn wieder. Polypen wachsen immer wieder nach.
 
wolph  sagt am 01.10.2010
Hallo,

zur Ursache: die kann vielfältig sein. Streß, unbefriedigende Lebenssituation, warum nicht.
Meist ist es aber wohl eine allergische Reaktion auf etwas, das Dich umgibt. Bettmilben, Katzen-/Hundehaare, (Bett-)Federn, Hozschutzmittel, Staub (Hausstaub), Pollen, Zigarettenrauch (=Feinstaub), usw.
Ein "Prick-Test" gibt erste Auskuft über eine Tendenz zur Allergie. Da werden auf dem Unterarm kleine Stellen auf der Haut angeritzt und mit Lösungen typischer Allergene beträufelt. Je nach Stärke des Ausschlags lassen sich Rückschlüsse ziehen. Wäre vielleicht ein Anfang.
Sind Allergiker in der Familie? Mein Vater hatte Heuschnupfen und auch Polypen, die er sich mehrmals hat herausschneiden lassen. Bei mir ist die Allergie und damit einhergehende Polyposis recht massiv (Polypen leider tief an der Hirnrand- und Augenregion), und meine Tochter hat eine Tierhaarallergie (2x Intensivstation...). Es vererbt sich also. Man sollte mal in der Verwandtschaft nachforschen.
Und tatsächlich: Polypen sind treu. Sie kommen wieder ...
 
wolph  sagt am 01.10.2010
@ Hoffnungsschimmer: ich war laaange nicht mehr im Portal und habe Deine Frage leider übersehen. Ich will Dir dennoch antworten und hoffe, Du kannst noch was damit anfangen.

Ich hatte lange Zeit "Nasonex" bekommen, das bei mir öfter Blutungen der Nasenschleimhaut verursacht hatte. Der Schorf verdickt dann natürlich auch noch und redzuierte mir zusammen mit den Polypen den Durchmesser im "Luftkanal".
Ich habe den HNO gewechselt weil der frühere aufgegeben hatte, und der neue HNO verschrieb mir eine Tablettenkur, die ich gut aufgenommen habe. Sie ging ca. 6 Wochen, dabei wurde die hohe Anfangsdosis Cortison deutlich reduziert. Das ich im Winter mit der Kälte (Stirnhöhle) Schwierigkeiten habe, war ich sher zufrieden, da ich durch das Abschwellen wieder Geruchssinn hatte, keinen Schnupfen mehr und so die üble Jahreszeit besser überstand. Es hält leider nicht ewig. Dazu bekam ich ein neues Spray, das ich regelmäßig nehme (abends und morgens) und WESENTLICH besser vertrage. Es heißt "Beclorhinol". Wenn dennoch die Nase zu ist, nehme ich ein abschwellendes Nasenspray, z.B. von ratiopharm, aber in der Dosierung für Kinder (halb so stark). Das reicht mir, schwillt ab und nach einer Weile nehme ich dann das Beclorhinol, das dann besser wirken kann. Das ist aber kein Dauermodell, sondern nur als eine Akutmaßnahme zu verstehen. Probiere aus, was Dir am besten bekommt und zur Linderung beiträgt.

Fakt ist, dass chronischer Schnupfen die Polypenbildung verstärkt und Polyposis oft mit die Ursache für chronischen Schnupfen ist. Ein Kreislauf, den man ggf. so mit durchbrechen kann.

Ich bin täglich mit dem Rad zur Arbeit unterwegs (zwischen 7 und 16 km). In der kühlen Jahreszeit laufe ich stattdessen nach der Arbeit so ca. 4-5 km mehrmals in der Woche, gut eingepackt mit Mütze (Stirnhöhle!) usw. Das stärkt die Abwehr ungemein, die frische Luft ist gerade auch in der kalten Jahreszeit wichtig. Mir geht es in der Summe etwas besser, seitdem ich das regelmäßiger betreibe.
Vielleicht auch eine Idee für andere Leidensgenossen.
 
Route66  sagt am 07.10.2010
Hallo Ihr Lieben,

aktueller Stand: Bis heute habe ich keinerlei OP durchführen lassen, weder ambulant noch sonst etwas.
Denn wie ich jetzt oft schon mitbekam, wuchern diese tollen Polypen
eh mit 80%iger Sicherheit nach :-(
Finde es nur sehr schlimm das ich mittlerweile keinen Geruch und keinen Geschmack mehr habe.
Gibt es denn nicht irgendeine Alternativ-Behandlung?

Traurige Grüße,
Petra
 
Route66  sagt am 07.10.2010
Altbekannter Polyp rechts ist auch wieder da bzw mit dem Finger
wieder zu ertasten :-(
 
Heilkraut  sagt am 29.11.2010
Hallo Leute,

ich bin auch ein Polypen Opfer. (schon seit Jahren) ich versuche viel mit Heilkräutern und habe inzwischen herausgefunden das Eichenrindentee (1 Teelöffel Eichenrinde auf 2 kleine Tassen Wasser) eine Tagesration (1 Morgens - 1 Abends) hilft gegen Nasenpolypen. Die Eichenrinde wirkt stark zusammen ziehend auf die Polypen. Noch dazu spüle ich meine Nase Täglich 2 mal mit Nasenduschen Salz.(wichtig ist das das Salz wirklich aufgelöst ist, und das Wasser Körperwarm ist. Ich mache das Wasser immer ganz heiß, schüttele lange und dann mache ich eine kleine Probe an meinem Handgelenk...) Vor noch 4 Monaten war meine Nase recht dicht, und inzwischen bekomme ich besser Luft. Ich habe bei mir persönlich bemerkt wenn ich viel in der Wohnung bin, wird es schlimmer, und wenn ich auch genug raus gehe, wird es besser. Das hat sicher etwas mit meiner Hausstaubmilben Allergie zu tun.
Mein Nasenpolyp in der Rechten Nase war auch mal eine Zeit lang so groß das ich ihn sehen und berühren konnte. Inzwischen hat er sich gut nach oben gezogen. Er ist noch da aber mit der Nasendusche habe ich ein gutes Gefühl. Obwohl ich zwischendurch auch zweifle und doch denke - lass dich halt operieren -. Aber da ich so viel gelesen habe das die dinger wieder nachwachsen, will ich mich diesem Stress irgendwie auch nicht aussetzen! (noch nicht?) mal schaun.

lg Petra

PS: Nasendusche hilft wirklich!!
 
wolph  sagt am 29.11.2010
Hallo "Heilkraut",

spülst Du die Nase mit Eichenrindentee oder wie geht das vor sich?
Wo kriegt man den Tee her?
Kannst Du ein paar Infos dazu posten, ich würde das gerne mal probieren. - Danke!

Bin übrigens auch gerade am "Nasenduschen" mit Nasensalz. Das hindert hoffentlich die Erkältungsgefahr (die ja die Schleimhäute incl. Polypen wieder schwellen lässt).
Heute habe ich mich beim Hausarzt gegen Influenza impfen lassen. Mal sehen. Ich mache auch ab übermorgen wieder die Cortison-Tablettenkur, um die ganz dunkle Jahreszeit besser zu überstehen, an der man lichtbedingt weniger draußen ist. Die Heizungsluft und die durch die Heizung herumgepusteten Milben und der Hausstaub machen sich bemerkbar! *Schwell*
Als "Breitband"-Immunstimulans hat mich mein Hausarzt noch eine zweiwöchige Echinacineinnahme (Tablettenform) empfohlen, um die Immunschwäche, die wohl bei mir vorliegt, etwas zu mildern.
Cortison eignet sich wohl sehr gut im Kampf gegen Polypen, schwächt aber auch die Abwehr. Also muss man beides parallel betrachten.

Kommt gut durch den Winter!

Wolph

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