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Muskelzucken im Ohr

42 Beiträge - 42072 Aufrufe
 
Shakaliv1  sagt am 24.02.2016
Ach ja, bin 32 und habe meinen Körper vorher in sportlicher Hinsicht komplett vernachlässigt... War also ein Hausgemachtes Problem und kann jeden treffen...
 
Shakaliv  sagt am 24.02.2016
Hallo Leute,

hatte das Problem bis vor kurzem auch wie von euch beschrieben... Seit ich Sport treibe ist es verschwunden... Meine vermutete Ursache... Mein Bürojob, den ich jetzt 7 Jahre ausübe... Und privat zu wenig Bewegung und zu wenig schlaf...

Viel Glück beim inneren Schweinehund bezwingen ;)
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 19.07.2016
Auf Grund aktueller Anfragen hier nochmal mein Kommentar zum "Muskelzucken im Ohr". Danach nochmal eine aktualisierte Stellungnahme:
"es handelt sich dabei mit anzunehmender Sicherheit um einen sog. Myoklonus (rythmisches Zucken) des Steigbügelmuskels (M. stapedius),evtl auch zusätzlich des Trommelfellspannermuskels (M. tensor tympani). Die Ursachen sind auch heute noch unklar. Es bestehen wahrscheinlich Zusammenhänge mit Verspannungen der Hals- und der Kaumuskulatur und Bruxismus (Zähneknirschen). Gesichert ist das allerdings nicht! Man kann aber bei entsprechenden Beschwerden einen versierten Chirotherapeuten bzw. beim Kauapparat einen entsprechend weitergebildeten, "gnathologisch" tätigen Zahnarzt oder Kieferorthopäden, oder sogar beide, konsultieren. Die medikamentöse Therapie bringt im Allgemeinen wenig bis garnichts. Man kann aber, bei starken Beschwerden einen Therapieversuch mit Muskelrelaxantien und Tagestranquilizern versuchen (Clonazepam und Tolperison sollen in Einzelfällen wirksam sein).
Wenn der Myoklonus des Mittelohrs gesichert ist gibt es eine definitive Therapie mit der mikrochirurgischen Durchtrennung der beteiligten Muskeln im Rahmen einer sog. Tympanotomie. Das hört sich schlimm an, ist aber ein relativ kleiner, schneller und für einen Mittelohrchirurgen unproblematischer Eingriff. Er sollte aber erst nach Ausschöpfen der o.g. Therapieoptionen ins Auge gefasst werden!
Hoffe das hilft ein Bisschen weiter? Alles gute und gute Besserung
Ihr Dr. Michael Schedler"

Soweit das Zitat: Es gibt nun tatsächlich vermehrt Hinweise, dass eine übermäßige Belastung des Kiefergelenks zumindest als Ko-Faktor in Frage kommt. Meine Empfehlung ist daher, auf alle Fälle, falls vorhanden, das Zähneknirschen durch eine Aufbissschiene zu behandeln und zusätzlich eine chiropraktische bzw. manualtherapeutische Behandlung durchführen zu lassen. Erfahrene Therapeuten können durch eine Injektion von 0,1ml Lidocain (örtliches Betäubungsmittel) in das Kiefergelenk der betroffenen Seite die Diagnose sichern, wenn das Zucken auf die Injektion hin verschwindet. Das funktioniert im Übrigen auch in erstaunlich vielen Fällen von"atypischem Gesichtsschmerz", die leider häufig noch als Trigeminusneuralgie verkannt werden. Auch der Schmerz kann dann im Sinne eines "sekundenphänomens" verschwinden. Da es sich hierbei überwiegend um eigene Erfahrungen handelt, bitte nur durchführen lassen, wenn entsprechende Kenntnis der Injektionstechnik beim Therapeuten vorliegt!
Wer Näheres wissen möchte, kann sich auch gerne per Email an mich wenden.
Ansonsten alles Gute und gute Besserung für die Betroffenen
Euer Dr. Michael Schedler
 
Hippokrates  sagt am 15.11.2016
Hallo,

ich möchte mich auch einmal melden, da ich auch langsam nervlich das Ganze nicht mehr wegstecken kann. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit es hier Zusammenhänge gibt.

Folgendes Problem bei mir: grundsätzlich hatte ich diese Symptome nur einmal am Tag und anschl. mehrere Tage wieder Ruhe. Jetzt ist aber täglich, und so wie es scheint meistens vormittags. Ich kann es schlecht orten, ist es Ohr oder Kiefer: mittendrin habe ich das Gefühl, dass sich im Kieferbereich sich irgendwie das Ohr "zusammenzieht" und dann, hier wieder mehr Richtung Innenohr, beginnt mit zittern, pochen, schlecht zu beschreiben. Kein Schmerz. Wie ein kleiner Krampf oder so Art Spasmen, Salven, ... dauert immer einige Sekunden und wiederholt sich teils mehrmals. Wenn ich z.B. Gähne, dann löst es gelegentlich auch aus. (deshalb mein Verdacht auch mit Kiefer). Aber meistens kommt es ohne irgendwelchen Einfluss in einer Ruhephase. Nehme schon längere Zeit Magnesium. Stress empfinde ich eigentlich nicht (arbeite im Büro). Zähneknirschen ist mir auch nicht bekannt. Aber die Angst vor diesem Unbekannten nimmt mich immer mehr ein. Das Gefühl, wo soll ich mich hinwenden, ohne dass man als verrückt erklärt wird. Das nimmt einem echt die Lust zum Leben.
 
Shakaliv  sagt am 15.11.2016
Hallo, klingt wie es bei mir war... Hatte das auch über längere Zeit und dachte es geht nicht mehr weg... Was ich jetzt schreibe klingt ev. wie eine Belehrung... Aber wie du schon selbst herausgefunden hast wird es weniger, wenn du dich körperlich betätigst und somit automatisch Stress abbaust! Was für dich ev. Das alltägliche Leben bedeutet ist ziemlich sicher einen Heidenstress für deinen Körper... Auch das Besuchen von Ärzten ist mit Stress verbunden und somit sicherlich nicht förderlich! Reduziere einfach mal dein Tagesprogramm und Verzichte auf das surfen im Internet oder was dich sonst aufkratzt! 2-3 Tage an einem Wellnessort (ohne shoppingtouren und sonstigem Sightseeing) können helfen... Die Medizin kann es jedenfalls nicht. Akzeptiere dass unser Körper sehr komplex ist und wir uns nach unserem Körper und nicht nach unserem (Stur-)Kopf richten müssen! Ich bin nun seit Monaten Beschwerdefrei und auch sonst gelassener... Alkohol und sonstige Betäubungsmittel sind übrigens eher kontraproduktiv... Es wird zwar kurzfristig besser (manchmal) wird aber die darauffolgenden Tage wieder schlimmer.

Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung!

Mit freundlichen Grüßen
Oliver
 
Hippokrates  sagt am 15.11.2016
Hallo Oliver. Danke für deine Rückinfo. Tja, das wenn alles so einfach wäre. Grundsätzlich gebe ich dir ja recht. Und in der Medizin finde ich auch keine Hoffnung mehr - bin von Pontius zu Pilatus gerannt. Wobei die Ausführungen von Dr. Schedler meines Erachtens bis jetzt die plausibelsten sind. Schlimm für mich ist, dass ich mir bewusst bin - es kann keiner sonst helfen. Die o.g. beschriebenen Maßnahmen sind ja auch nicht ohne. Leider muss ich von mir behaupten, dass ich da seelisch nicht gerade gefestigt bin. Habe ernsthafte Zweifel ob ich das schaffe. Zumindest freut es mich für dich. Alles Gute!
 
Shakaliv  sagt am 15.11.2016
Hallo Hippokrates, das ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man sich eingesteht, dass man unsicher ist. War bei mir damals auch so... Selbstvertrauen war auf einem Tiefpunkt... Viele Menschen verstehen unter Stress das Sie viel zu tun haben, aber das es noch andere Firmen von Stress gibt, wird gerne ignoriert! Es bedeutet für den Körper auch Stress wenn man mit anderen Menschen Probleme hat, Einsam ist oder sich sonst vernachlässigt fühlt. Auch unterforderung kann Stress bedeuten! Aber aus meiner Sicht ist Bewegung der beste Schlüssel um Stress abzubauen! Du musst ja nicht gleich ins Fitnesscenter ;) jedenfalls hat mir das beim schlafen geholfen -> Und als es mit dem schlafen wieder geklappt hat sind auch die Symtome schnell verschwunden :)
Dazit, hör auf deinen Körper, er will dir etwas sagen, aber die Ursache kannst nur du herausfinden! Sei ehrlich zu dir und versuche etwas zu ändern! Ev. sind es ja auch mehrere kleine Ursachen, dann rate ich dir, dich eins nach dem anderen darum zu kümmern :)
Viel Erfolg dabei, du kannst es auch schaffen!
 
Hippokrates  sagt am 16.11.2016
Hallo. Wie war das dann bei Dir mit dem Ohr? Genauso? Muss hinzufügen, dass es vergleichbar ist wie so ein Augenlidzucken.
 
Wendy99  sagt am 13.12.2016
Hallo,
ich habe seit einigen Jahren immer wieder ein Flattern im rechten Ohr.
Da ich eine starke Kieferfehlstellung habe (offener Biß über 1 cm) mit CMD-Problemen, kaputten entzündeten Kiefergelenken (vor allem rechts) und 4 HWS-Protrusionen von C4 bis Th1 (laut Orhopäde Normalbefund für eine 45jährige, Dankeschön!) und ausstrrahlenden Schmerzen, Kribbeln und teils auch Kraftverlust im hauptsächlich rechten Arm und den Fingern, habe ich mir nichts weiter dabei gedacht. Alle sagten mir, ich solle froh sein, daß es kein richtiger Tinitus sei, nur eine "Vorstufe". Jetzt habe ich eine starke fiebrige Erkältung bekommen und seit gestern spielen meine Ohren verrückt:
Als ich mich hinlegen wollte, hörte ich eine Geräusch, das wie deine Ballmaschine oder Lostrommel mit Kugeln klang. Erst als es nicht aufhörte, habe ich verstanden, daß es auf meinem linken Ohr kommt. Das rechte flattert nahezu nonstop , immer schneller und immer mehr. Ein Osteopath riet mir, den Finger ins Ohr zu stecken. Damit konnte ich das Flattern rechts sowohl auslösen als auch beenden. Leider klappt das nur manchmal, aber nicht immer.
Beim Googlen habe ich gelesen, daß es auch von der Durchblutung kommen könne? Wie äußert sich das denn?
Jedenfalls habe ich für mich getestet, wenn ich einen bestimmten Punkt vor dem Ohr drücke, ist das Flattern wie von Zauberhand weg. Nach einiger Zeit- halbe Minute - kommt es wieder, aber nicht mehr so stark. Wenn ich das mehrmals nacheinander mache, wird das Flattern weniger. Heute ist es besser, aber leide nicht weg. Der Punkt liegt direkt vor dem Ohr Richtung Wangenknochen in der kleinen Grube davor. Bislang habe ich nur meinem Neurologen und KFO davon berichtet. Der Neuro gab mir ein Muskelrelaxanaz. Ganz nett, schön besäuselt über Nacht, am nächsten Morgen Verspannungen wie immer....naja.
Soll ich zum noch zum HNO?
Wenn ich eure Berichte so lese, frage ich mich ernsthaft, ob ich mir das noch antun soll....

Viele Grüße,

Wendy
 
schwanudo  sagt am 03.02.2017
Hallo,
hat jemand Erfahrung mit einer Durchtrennung der beiden Mittelohrmuskel? Stehe kurz vor diesem Schritt, da ich schon seit 2 Jahren unter einem starken rattern im rechten Ohr leide. In Fachkreisen als Stapediustick bezeichnet.
 
Hansiii  sagt am 04.05.2017
Hallo Janne....

Bitte antworte! Ich habe das gleiche Zucken beim Wasserhahn. Ebenso, wenn ich mir die Hände eincreme oder irgendwo im Hintergrund ein Ventilator läuft. Habe schon viel ausprobiert! Meine Nummer ist: 01737775570

Beste Grüße
 
KnutCH  sagt am 17.07.2017
Hallo,
Und wieder jemand mit diesem Problem. :-( Exakt so wie es Kiku ganz am Anfang dieses Beitrages beschrieben hatte. Nun schon seit 7 Wochen im linken Ohr. Mit kurzen Unterbrechungen
Die HNO-Aertze haben erst eine Verstopfung der eustachischen Röhre vermutet, da bei mir die Nasenschleimhäute auf Grund einer dauernden, leichten Allergie (Hausstaubmilben) angeschwollen waren. Kortison, Antihistamine, Nasenduschen, wochenlanges Tubentraining ... hat alles nicht geholfen. Tympanogramm wurde gemacht, um einen Tubensturz auszuschliessen. Keine Flüssigkeit. Leider war während
des Tympanogramms das Pochen nicht vorhanden, so dass ich (man) auch nicht sagen kann, ob das Geräusch von einem pulsierenden Trommelfell kommt, oder wie von Dr. Schedler beschrieben, von den Steigbügelmuskeln. Als letztes hat mich der HNO-Klinikleiter des Berner Inselspitals begutachtet (nach Tympanogramm),aber er scheint auch ratlos zu sein und empfiehlt als nächstes eine Computertomographie.

Vor vier Tagen hab ich mal den Zahnarzt besucht, weil der obere, wurzelbehandelte Backenzahn etwas zuckt (keine Schmerzen). Das Röntgenbild zeigte eine Entzündung an einer der Wurzeln. Nehme seit 4 Tagen deswegen Antibiotika, aber nach anfänglicher Hoffnung, scheint auch dies nicht zu helfen.
Eine Kauschiene gegen Zähneknirschen trage ich eh schon seit langem.
Komisch ist auch, dass wenn ich mir mein linkes Auge reibe, es dort hinterm Auge zu knistern scheint. Auch im Hinterkopf habe ich bei Bewegung so ein komisches Knistern. Aber der Schädelknochen überträgt ja Geräusche über den ganzen Kopf, so dass dies täuschen kann.
Eigentlich könnte man ja damit leben, denn tagsüber übertönen die Umgebungsgeräusche dieses Pochen. Aber Nachts, wenn alles ruhig ist, bringt es einem um den Schlaf. Ich gehe ziemlich "auf den Zahnfleisch" und meine Arbeit leidet darunter. Vorgestern war mal für 1 1/2 Tage Ruhe aber seit letzter Nacht pocht es wieder richtig laut und hart.
Ich glaube nicht, dass das CT Aufschluss bringt. Wird mich nur umsonst Geld kosten (In der Schweiz hat man wie bei der Autoversicherung auch bei der Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung und die liegt bei mir bei ca. 2300 EURO).

Lg
 
KnutConf  sagt am 17.07.2017
Hallo,
Und wieder jemand mit diesem Problem. :-( Exakt so wie es Kiku ganz am Anfang dieses Beitrages beschrieben hatte. Nun schon seit 7 Wochen im linken Ohr. Mit kurzen Unterbrechungen
Die HNO-Aertze haben erst eine Verstopfung der eustachischen Röhre vermutet, da bei mir die Nasenschleimhäute auf Grund einer dauernden, leichten Allergie (Hausstaubmilben) angeschwollen waren. Kortison, Antihistamine, Nasenduschen, wochenlanges Tubentraining ... hat alles nicht geholfen. Tympanogramm wurde gemacht, um einen Tubensturz auszuschliessen. Keine Flüssigkeit. Leider war während
des Tympanogramms das Pochen nicht vorhanden, so dass ich (man) auch nicht sagen kann, ob das Geräusch von einem pulsierenden Trommelfell kommt, oder wie von Dr. Schedler beschrieben, von den Steigbügelmuskeln. Als letztes hat mich der HNO-Klinikleiter des Berner Inselspitals begutachtet (nach Tympanogramm),aber er scheint auch ratlos zu sein und empfiehlt als nächstes eine Computertomographie.

Vor vier Tagen hab ich mal den Zahnarzt besucht, weil der obere, wurzelbehandelte Backenzahn etwas zuckt (keine Schmerzen). Das Röntgenbild zeigte eine Entzündung an einer der Wurzeln. Nehme seit 4 Tagen deswegen Antibiotika, aber nach anfänglicher Hoffnung, scheint auch dies nicht zu helfen.
Eine Kauschiene gegen Zähneknirschen trage ich eh schon seit langem.
Komisch ist auch, dass wenn ich mir mein linkes Auge reibe, es dort hinterm Auge zu knistern scheint. Auch im Hinterkopf habe ich bei Bewegung so ein komisches Knistern. Aber der Schädelknochen überträgt ja Geräusche über den ganzen Kopf, so dass dies täuschen kann.
Eigentlich könnte man ja damit leben, denn tagsüber übertönen die Umgebungsgeräusche dieses Pochen. Aber Nachts, wenn alles ruhig ist, bringt es einem um den Schlaf. Ich gehe ziemlich "auf den Zahnfleisch" und meine Arbeit leidet darunter. Vorgestern war mal für 1 1/2 Tage Ruhe aber seit letzter Nacht pocht es wieder richtig laut und hart.
Ich glaube nicht, dass das CT Aufschluss bringt. Wird mich nur umsonst Geld kosten (In der Schweiz hat man wie bei der Autoversicherung auch bei der Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung und die liegt bei mir bei ca. 2300 EURO).

Lg
 
MarcCH  sagt am 17.07.2017
Hallo,
Und wieder jemand mit diesem Problem. :-( Exakt so wie es Kiku ganz am Anfang dieses Beitrages beschrieben hatte. Nun schon seit 7 Wochen im linken Ohr. Mit kurzen Unterbrechungen
Die HNO-Aertze haben erst eine Verstopfung der eustachischen Röhre vermutet, da bei mir die Nasenschleimhäute auf Grund einer dauernden, leichten Allergie (Hausstaubmilben) angeschwollen waren. Kortison, Antihistamine, Nasenduschen, wochenlanges Tubentraining ... hat alles nicht geholfen. Tympanogramm wurde gemacht, um einen Tubensturz auszuschliessen. Keine Flüssigkeit. Leider war während
des Tympanogramms das Pochen nicht vorhanden, so dass ich (man) auch nicht sagen kann, ob das Geräusch von einem pulsierenden Trommelfell kommt, oder wie von Dr. Schedler beschrieben, von den Steigbügelmuskeln. Als letztes hat mich der HNO-Klinikleiter des Berner Inselspitals begutachtet (nach Tympanogramm),aber er scheint auch ratlos zu sein und empfiehlt als nächstes eine Computertomographie.

Vor vier Tagen hab ich mal den Zahnarzt besucht, weil der obere, wurzelbehandelte Backenzahn etwas zuckt (keine Schmerzen). Das Röntgenbild zeigte eine Entzündung an einer der Wurzeln. Nehme seit 4 Tagen deswegen Antibiotika, aber nach anfänglicher Hoffnung, scheint auch dies nicht zu helfen.
Eine Kauschiene gegen Zähneknirschen trage ich eh schon seit langem.
Komisch ist auch, dass wenn ich mir mein linkes Auge reibe, es dort hinterm Auge zu knistern scheint. Auch im Hinterkopf habe ich bei Bewegung so ein komisches Knistern. Aber der Schädelknochen überträgt ja Geräusche über den ganzen Kopf, so dass dies täuschen kann.
Eigentlich könnte man ja damit leben, denn tagsüber übertönen die Umgebungsgeräusche dieses Pochen. Aber Nachts, wenn alles ruhig ist, bringt es einem um den Schlaf. Ich gehe ziemlich "auf den Zahnfleisch" und meine Arbeit leidet darunter. Vorgestern war mal für 1 1/2 Tage Ruhe aber seit letzter Nacht pocht es wieder richtig laut und hart.
Ich glaube nicht, dass das CT Aufschluss bringt. Wird mich nur umsonst Geld kosten (In der Schweiz hat man wie bei der Autoversicherung auch bei der Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung und die liegt bei mir bei ca. 2300 EURO).

Lg
 
MaxG60  sagt am 22.08.2017
Hallo zusammen,

da das Geräusch (bzw, die beiden Geräusche: es handelt sich um zwei parallel auftretende, sich z.T. überlagernde Geräusche, die sich nach einem Rattern in zwei verschiedenen Frequenzen anhören) immer noch in verschiedenen lauten aber auch leiseren Phasen vorhanden ist, möchte ich meine bisherigen Erkenntnisse darstellen:

nach einer mit entsprechenden Untersuchungen verbundenen Vorstellung in einer HNO-Klinik geht man von einer Belüftungsstörung des Mittelohrs aus und empfiehlt eine sogenannte "Tubendilitation", also (kurz gefasst) das durch einen operativen Eingriff durchgeführte Dehnen der beiden Eustachischen Röhren durch einen "Ballon".

Allerdings stellte ich wieder einmal im Zuge der Vorgespräche und Untersuchungen durch eine Assistenzärztin fest, dass mir nicht zugehört wurde und ich kaum Gelegenheit hatte, meine Darstellung zu korrigieren. Schade.

Ich persönlich gehe immer noch von Myoklonien beider Mittelohrmuskeln aus, wobei ich natürlich nicht sagen möchte, dass die angesprochene OP diese nicht beseitigen könnte.

Mich wunderte in diesem Zusammenhang die allgemeine Zurückhaltung zum Thema "Durchtrennung der Stapediussehe", die mein HNO-Arzt auf der Überweisung mit Fragezeichen erwähnte.

Mehrere Stimmen (auch der Chefarzt selbst) scheinen dahingehend eher skeptisch zu sein, was ein positives Ergebnis eines solchen Eingriffs angeht, zumal man sogar von einer dadurch möglichen Einschränkung des Hörvermögens sprach(?).

Wie auch immer: irgendwas muss doch diese Myoklonien auslösen!
Und offenbar ist man sich sogar in der HNO-Klink nicht sicher, ob es sich überhaupt um Myoklonien der Mittelohrmuskulatur handelt.

Ich bin derzeit ratlos, ob ich die Tubendilitation durchführen lassen soll, oder ob es sich dabei nicht nur um ein Experiment handelt.

Der Chefarzt sagte, die Durchtrennung der Stapediussehne könne später immer noch durchgeführt werden. Nach dem mehrstündigen Termin fühlte es sich für mich jedoch eher nach allg. Ratlosigkeit und einem möglichen Experimentierfeld als nach einer sicheren Diagnose an.

Ich verwende bewusst keine Namen der Klinik und des Chefarztes.

Viele Grüße
 
UdoSch  sagt am 03.09.2017
Hallo MaxG 60,
habe dsa selbe Problem und war schon bei der UNI-Klinik in Dresden, die würden die beiden Muskeln durchtrennen, haben aber auch keine Erfahrung, was die Erfolgsaussichten sind. Können ja in Kontakt bleiben.
Udo Schädlich
 
MaxG60  sagt am 03.09.2017
Hallo Udo, wir können gerne in Kontakt bleiben. Leider kann ich Dir keine private Nachricht schicken. Ich würde Dir darin gerne meine Kontaktdaten senden.

Gruß
Max

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