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Mastoiditis Mastoid OP Tubenbelüftungsstörung Seromukotympanon ???

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wheeler154  fragt am 23.09.2017
Meine Symptome seit Jan 2017 im Ohr nach Saunabesuch:

1.Druck und Vollegefühl
2.Rauschen
3.Höre als hätte ich Watte im Ohr
4.Aus Paukenröhrchen lief anfangs minimal wässriges aus Ohr bzw. kaum etwas, jetzt ist es eher zäh und honigartig von der Konsistenz auch etwas gelblich.
5. Trommelfell blubt es so komisch und beim Schlucken klackt es.

Als ob die Belüftung im Ohr behindert wird, vernehme zudem etwas „flüssiges“ im Ohr selbst.

Für ungefähr 4-6 Stunden am Tag läuft mir ca.1/5 Teelöffel aus linkem Ohr raus und dann ist die Pauke meist frei. ( Merke es durch Druckausgleich )

Rauschen bleibt im Ohr, ist aber dann etwas leiser.

Manchmal am Tage kommt gar nichts raus, glaube abhängig von meiner Bewegung über den Tag
hinaus.


Gemacht wurde seitdem:

1.Parazentese ( Januar )
2.Paukenröhrchen gelegt ( Februar )
3.Antibiotikum gegeben nach Ohrabstrich ( März )
4.Nasenspray / Nasenpülung ( Jan-März )
5.Sauerstoffinhalation ( Februar )
6.Infusionstherapie mit Kochsalzlösungen ( Februar )

Mit Antiobiotikum wurden im März. „spärlich grampositive Kokken / Staphylococcus capitis / Koag.neg.“ ausgeräumt, die allerdings fast jeder in sich trägt, wurde mir berichtet.


Ganz wichtig, ich habe und hatte noch NIE folgende Mastoidsymptome gehabt wie z.B.:

Fieber, Ohrenschmerzen, Hörminderung,Abstehende Ohren mit Schwellung hinter dem Ohr und auch keine bakterielle Entzündung.

Seitdem sind ca. 6 Ohrabstriche ohne Befund ( Keime / Bakterien )

Mindestens 6 Bluttests seit Januar sind weder der CRP Entzündungswert noch die weissen Blutkörperchen Leukozyten erhöht gewesen.

MRT-Aufnahme

Am 29.01.17 und am 20.06.17 wurde mittels MRT-Aufnahme im Felsenbein/Mastoid folgendes festgestellt:

Vollständig ausgedehnte Flüssigkeitsfüllung des linken Mastoids im Verlauf idem. Auch das linke Mittelohr ist flüssigkeitsbefüllt.



Im Januar, also seit Anbeginn meiner Problematik, hat der HNO Arzt festgestellt, daß ein Druckausgleich nicht möglich ist. Also meine Tuba Eustachi nicht funktioniert.

Bevor eine Mastoid – OP möglicherweise angegangen werden muss, wovor ich sehr sehr viel Angst habe, wollte ich noch folgendes erwähnen.

Meine Symptome welche ich habe, treffen nicht wirklich auf eine chron.Mastoidis zu, sondern seit Anbeginn auf ein SEROMUKOTYMPANON:

„Besteht eine Tubenbelüftungsstörung längere Zeit, wandelt sich die Schleimhaut der Paukenhöhle um und produziert zunehmend Schleim. Dies ist anfangs wässrig, später zunehmend zäh und dick“

Symptome sind: Druck und Vollgefühl im Ohr, Rauschen im Ohr, Später von wässrig in zäh die Flüssigkeit, hören als hätte man Watte im Ohr, zunehmende Hörminderung

„Wird das Seromukotympanon nicht richtig behandelt, können entweder Verwachsungen oder eine chronische Mittelohrentzündung entstehen“

Ich bin kein Arzt, verstehe nichts davon. Ich kann nur sagen, dass alle Symptome auf mich zutreffen bis auf die Hörminderung. ( seit Anbeginn )

Das ist sozusagen mein Beschwerdebild und nicht wirklich die einer chron. Mastoidis.

Fragen:

Muss nicht vielleicht die Tubenbelüftungsstörung ( Verwachsungen ) beseitigt werden bevor eine Mastoid OP angegangen wird?

Obwohl ich die typischen Symptome einer chron.Mastoidis nicht habe und hatte, muss trotzallem eine OP unbedingt in Erwägung gezogen werden?

Welche konservativen Behandlungsansätze gibt es noch? ( Kortisongabe lokal ? )

Welche weitere Untersuchungen machen Sinn um Klarheit zu haben? ( DVT Aufnahme oder andere Praxis Untersuchungen )

Macht eine DVT Aufnahme Sinn und muss sie zeitnah gemacht werden bei einer möglichen Mastoid – OP ?

Welche schwerwiegenden Nebenwirkungen treten bei der OP auf und wielange dauert der Heilungsprozeß?

Wie würden SIE an meiner Stelle vorgehen?

Darf ich mit einer vollständigen Genesung rechnen inkl. Rauschen weniger?

Wird die Tube wieder funktionieren oder muss da noch ein Eingriff passieren?
 
Nasigoreng  sagt am 23.09.2017
Hallo wheeler,

ich leide ebenfalls seit langer Zeit an einer Tubenfunktionsstörung mit zähem Sekret auf beiden Ohren. Da ich aufgrund meiner Krankengeschichte bereits mehrere Ärzte aufgesucht habe, kann ich dir nur raten, eine weitere Meinung einzuholen. Die ungenaue Diagnose mancher HNO-Ärzte war für mich sehr erschreckend.

Ich habe genau die gleichen Symptome wie du und hatte bereits zwei Mal ein Paukenröhrchen sowie eine Tubendilatation.
Nach der Tubendilatation hatte ich das Gefühl, dass sich alles verschlimmerte. Es bildete sich ein Paukenerguss, der zuvor noch nicht da war. Ohne vorherige Paukenröhrchen würde ich auf keinen Fall mehr eine Tubendilation durchführen lassen, da die Schleimhaut durch den Eingriff zunächst anschwillt und die Belüftung weiterhin erschwert. Für mich ist der Erfolg der Tubendilation sowieso fraglich. Bei mir hat es jedenfalls nichts geholfen. Im Netz findet man immer Informationen, dass die Tubendilatation minimal invasiv sei und keine weiteren Nebenwirkungen mit sich bringt. Bei mir sind eindeutig Nebenwirkung aufgetreten. Meine Ohren sind bis heute nicht richtig ausgeheilt.

Aber bei dir steht ja zunächst die Frage nach der OP bzgl. der Mastoiditis an.
Du leidest ja auch schon längere Zeit an den Beschwerden und es sollte überprüft werden, wie dringlich die Op bei dir ist. Mit einer Mastoiditis ist nicht zu spaßen und dies würde ich auch nicht allzu lange aufschieben. Trotzdem würde ich mir noch eine andere Meinung einholen, bevor ich mich unters Messer lege.
So wie du es schilderst, ist ja nicht gesagt, dass die Tube nach dem Eingriff verheilt. Aber wenn die OP nötig ist, muss diese natürlich zuerst in Angriff genommen werden, um zu schauen, ob dein Ohr evtl. doch ausheilt.

Bei einem DVT kann man die Strukturen am besten erkennen. Ein MRT ist in der Hinsicht nicht wirklich aussagekräftigt. Die Strukturen sind viel zu schwammig dargestellt.

Hast du zurzeit noch Paukenröhrchen im Ohr? Gab es zwischenzeitlich mal Besserung? Ist bei dir nur das linke Ohr betroffen?

Ich bin auch nur ein Laie, aber einer, der sich mittlerweile mit dem Ohr sehr intensiv auseinander gesetzt hat.

Ich wünsche dir eine gute Genesung und hoffe, dass du um eine OP herum kommst.

Liebe Grüße
 
wheeler154  sagt am 24.09.2017
Hallo Nasigoreng,
habe mich sehr gefreut über Deine Einschätzung und gleichzeitig Erfahrung.

Bei mir ist im Felsenbein nur das linke Ohr betroffen.Eine Besserung findet nicht statt, wenn dann geringfügig schlechter.

Das Paukenröhrchen ist noch drinne.

Überlege Cortison lokal ins Mittelohr einführen zu lassen.

Ja es gibt 5Ärzte und 3verschiedene Einschätzungen. Allerdings spricht die die Symptomatik nicht mir der MRT Bildgebung überein.

Nichts ist laut Ohrabstrich bakteriell begründet.

Man kann sich an alles gewöhnen, nur weiss ich nicht ob mit der Zeit Nachbarorgane / struckturen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Eine OP im Mastoid will ich nicht wirklich, warte seit Januar das es besser wird. Fehlanzeige.

Zieht mich schon ganz schön runter, was soll ich tun?

Hast Du eine Mastoitidis? Wie gehst Du mit Deinem Problem im Alltag um?

Ist alles sehr belastend, da sich keine typischen Symptome zeigen, kann ich es noch etwas aufschieben. Glaube ich zumindest..

Können ja mal telefonieren die Tage....

LG
 
Nasigoreng  sagt am 26.09.2017
Hallo wheeler,
Cortison ins Mittelohr zu spritzen ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit. Ich selbst habe es vor kurzem versucht, aber bei mir hat es keinen Erfolg gebracht, da das Cortison in der Tube gar nicht angekommen ist. Und mein HNO hat nur sehr wenig durch das Röhrchen gespritzt, damit kein Schwindel hinzukommt.
Im Alltag ist es schwer damit zurechtzukommen, vor allem weil meine Beschwerden häufig nicht ernst genommen werden. Ich habe keine Mastoiditis (zumindest nicht auf den Bildern). Bei mir liegt es eher an der Schleimbildung in der Eustachischen Röhre. Ich spüre deutlich, dass dort "etwas" klebt.
Ich bin sehr oft müde und abgeschlagen. Geht es dir auch so?
Liebe Grüße, Nasigoreng
 
wheeler15004  sagt am 26.09.2017
Hallo Nasigoreng,
ja so geht es mir auch. Hilflos ausgeliefert. Habe heute mit einem HNO Arzt gesprochen. Hat mir gute Tipps gegeben.

Er sagt z.b. das er bei mir keine OP vertreten kann, hilft nichts. Die Belüftung aufgrund meiner Nasenscheidenwandverkrümmung ist gestört, was u.a. genau das Problem sein "könnte"!
Bekomme seit 4 Jahren schlecht Luft. Hat mir jetzt 4 verschiedene Medis verordnet.
Er hofft das es vielleicht was bringt, selbst wenn nicht, eine Mastoitidis Op sagt er:"Bringt gar nichts!"
Habe keine Symthome und bakteriell ebenso nicht begründet.
Die Belüftung muss wieder hergestellt werden.

War von Anfang meine These. Vielleicht ist was drann.

Fazit: Ohr und Nase beides links schlecht. Hoffnung ist da und nehme die Medizin ab morgen.

Kortisontropfen fürs Ohr und für Nase Medis.

Kann Dir per Mail meine Nr dalassen, wie Du magst. Erfahrungsaustausch und Hilfe....

LG

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