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Ab wann dürfen nach einer Mandel OP wieder Haare gewaschen werden?

58 Beiträge - 83833 Aufrufe
 
IqpI  sagt am 08.01.2015
Ich hatte gestern meine OP und bin das ganze recht entspannt angegangen. Vorherige Bammel hab ich mir selbst genommen, weil man im Grunde ja von den Eigentlichen Schmerzen während der OP nichts spürt.
Dann hieß es über eine Stunde früher als geplant, ich solle mich fertig machen. Unten im OP dann die einzelnen Spritzen für die Narkose (IV zugeführt ). Der arzt sagt: es brennt jetzt im Arm dann schlafen sie ein.
Das brennen ist ganz witzig, weil man es im arm hochziehen spürt und etwas hinter dem Ellbogen bin ich nicht eingeschlafen, es hat mich ungehauen. Und dieses Gefühl ist mal anders geil ;-)
Direkt nach dem Aufwachen hab ich gleich 2 Becher Wasser getrunken und auch danach Mittag und Abend Suppe gegessen. Immer mal wieder ein paar Schmerztropfen und heute früh hab ich weiterhin nahezu keine Schmerzen.

Bei mir wurde noch klassisc operiert, sprich mit einem scharfen löffel die Mandeln herausgeschält.

Heute werde ich auch mal kalt die haare mit dem Duschkopf waschen, und sehen wie das so klappt.

Wenn es so weiter geht, kann ich die Entfernung weitwr empfehlen. Man muss nur den Mund aufmachen und Schmerzmittel verlangen ;-)
Portrait Prof. Dr. med. Rolf Issing, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirgie, Bad Hersfeld, HNO-Arzt
Prof. Dr. Issing  sagt am 08.01.2015
Guten Morgen,

die Empfehlung, nach einer Mandelentfernung nicht die Haare zu waschen, ist in der Sorge einer Nachblutungsverursachung begründet. Ob diese Gefahr tatsächlich besteht, wurde meiner Kenntnis nicht in Studien untersucht. Persönlich glaube ich, dass bei einer kurzen, eher lauwarmen Wäsche das Risiko gering ist. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Operateur beraten. Wir empfehlen eher eine kurze Pause; 2 Wochen erscheinen mir recht lang.
In jedem Fall wünsche ich Ihnen alles Gute!

P. R. Issing
 
Christinaxx  sagt am 27.04.2015
Hatte am 15.04 meine Gaumenmandel-Entfernung. Zusätzlich auch noch die Entfernung der Rachenmandel (Polypen) und Verkleinerung der Nasenmuschel.

War gleich in der Früh die erste im OP, da ich eine Latexallergie habe und somit anscheinend Sonderrechte hatte ;) - Also halb 7 in der Klinik gewesen, stationäre Aufnahme und samt Gepäck gleich in den OP. Dürfte ungefähr halb 8 gewesen sein, als ich schließlich weggeschossen wurden bin. Im wörtlichen Sinne, da ich um halb 12 erst wieder wach war. Entweder haben die mir echt ne ordentliche Dröhnung gegeben oder ich hatte einfach nur nen guten Schlaf.

Als ich aufgewacht bin, wurde ich gefragt ob ich Schmerzen habe. Oh ja die hatte ich. Also bekam ich eine Infusion. Aber die Schmerzen wurden nicht besser. Ich bekam noch etwas zusätzlich gespritzt. Es tat immer noch weh...dann bekam ich noch etwas in den Zugang und schwups. Schmerzen waren weg und ich kam auf mein Zimmer..

Der restliche Tag verlief schmerzlos, die Tage danach wurden aber stets heftiger. Besonders Nachts und in der Früh war es heftig. Das Essen war grauenhaft, die Schwester hat mir aber immer wieder gesagt, ich soll es irgendwie runterwürgen, danach wird es besser. Und es stimmte. Nach dem Frühstück waren die Schmerzen fast aushaltbar. Am 5 Tag post Op wurde ich dann entlassen und mir wurde am gleichen Tag das Duschen/Haare waschen erlaubt! - Allerdings nicht heiß und auch nicht zu kalt. Ausserdem sollte das Duschen kein Vergnügen machen, wie der Arzt mir sagte. Sondern lediglich dem Zweck dienen. Das hab ich natürlich mit Kusshand angenommen. Von den Schmerzen her war der 6-7 Tag allerdings die Spitze. Besonders die Nacht von 6 auf 7...
 
keks  sagt am 25.10.2015
Hey, es geht darum das durch das warme Wasser die Blutgefäße aufplatzen können und es zu einer Nachblutung kommt. Deswegen sollte man nicht duschen bzw. Haare waschen. Kleiner Tipp : Trockenshampoo hilft. Mir sagte man im Krankenhaus nach 6 Tagen darf man die Harre mit lauwarmen Wasser ganz kurz waschen.
 
blossom  sagt am 06.12.2015
Hallo zusammen :)
Mir wurden vor 18 Tagen die Mandeln rausgenommen und erst dachte ich, dass ich unbegründete Ängste hatte weil es eigentlich echt zu ertragen war. Weit gefehlt - 4 Tage (Samstag) später hatte ich noch im KH eine extreme Nachblutung und musste nochmal unter Vollnarkose operiert werden. Danach waren die Schmerzen mehr als vorher, jedoch durfte ich einige Tage danach wieder nach Hause. Am Donnerstag abend dann auf der Couch begann es wieder zu bluten und ich musste wieder ins KH, wo sie Freitag Morgen ein drittes Mal operieren mussten. Anfang der Woche durfte ich wieder nach Hause und zack, ich hatte dann Dienstag Nacht im Schlaf eine weitere Blutung und musste quasi das dritte Mal hin. Es blutete die ganze Nacht über in kurzen Abständen, sie haben es dann mit tupfen und absaugen und verätzen probiert, aber es hat einfach nicht aufgehört. Irgendwann hat mich dann einfach der Mut langsam aber sicher verlassen und ich bin echt verzweifelt, weil ich mich während der ganzen Zeit weder heiß geduscht, noch Haare gewaschen, noch schwer gehoben oder mich sonst irgendwie angestrengt hab und einfach nicht verstehen konnte, warum ausgerechnet ich solche krassen Scherereien mit einer einfachen Mandel-OP hatte. Sie haben dann Mittwoch morgen ein 4. Mal operiert, somit hatte ich in 14 Tagen 4 Vollnarkosen und sie haben jedes mal die stelle nur wieder verödet bis sie mal auf die Idee kamen, ein CT zu machen und mich auf Aneurismen zu untersuchen und im Labor meine Gerinnung untersuchen zu lassen. Das CT hat nichts ergeben und auf die Ergebnisse warte ich immer noch. Ohne Schmerzmittel in regelmäßigen Abständen ging überhaupt nichts, weil es unwahrscheinlich in mein Ohr und in die Zähne ausgestrahlt ist. Aber alles immer nur rechts, links war nach der ersten OP alles in Ordnung. Gestern wurde ich nun entlassen und hoffe einfach nur so sehr, dass es jetzt dabei bleibt. Ich hatte um die 5 eitrigen Entzündungen im Jahr und dachte es würde sich lohnen (was es sicher irgendwann auch tun wird) aber von meinem jetzigen Standpunkt aus würde ich absolut jedem davon abraten. Alles ist besser als dieses Gefühl, schon wieder Blut im Hals zu haben und sich übergeben zu müssen und in Panik zu verfallen.
Bei denen, denen es nicht so erging schön und gut aber ich würde es definitiv niemals wieder tun.
 
666Anonym666  sagt am 15.02.2016
Hatte am Freitag die Mandel op und wurde auch entlassen nur die schmerzen werden halt schlimmer bis in die Ohren und dann in denn Kopf dann hat man Kopf schmerzen Hals schmerzen und Ohren schmerzen da wollte ich fragen ich hab Mor so ein Halsspray gekauft von wick und ich weiß nicht ob ich das nehmen darf die Apothekerin meinte ja aber naja die machen alles um Sachen zu verkaufen deshalb die frage Sulagil halsspray 3 Tage nach der op benutzen oder nicht
 
WRena  sagt am 16.01.2017
Lauwarmes Haare waschen ist völlig in Ordnung. Ich habe erst am 05. Tag geduscht, sicher ist sicher. Ich habe mich vorher aber auch nicht danach gefühlt...
Ansonsten dusche ich bis heute,den 10. Tag, nur lauwarm und halte mich auch sonst an alle Regeln, was essen und trinken betrifft und nicht Bücken und einfach ruhen. Ansonsten kann ich allen nur den Tipp geben immer schön viel Wasser trinken. Das treibt die Wundheilung voran und tut gut...
Schmerzen hatte ich von Tag 05. Bis Tag 08 extrem. Besonders nachts.... Alle paar Stunden Kühlkissen wechseln und in der Nacht um den Hals von Vorne... hilft gegen Schmerzen und schützt vor Nachblutungen...
 
onedail  sagt am 08.08.2017
Da sich hier so viele melden, dachte ich, ich schreibe auch mal meine Geschichte. Ich bin jetzt am 7. Tag (inklusive OP-Tag) und ich muss sagen, alles halb so wild. Aber ich glaube, ich habe auch ein Paar Sachen anders gemacht als die meisten.
Also erst einmal zu den Schmerzen: Tag 0, nach der OP, gar keine, hatte gehofft das bliebe so und demnach auch recht viel mit meinen Besuchern nach der Op geredet. Das war offensichtlich ein Fehler. In dieser Nacht hatte ich das einzige Mal seitdem wirklich starke Schmerzen und leider auch eine sehr ungeeignete Nachtschwester, die empathisch wie eine Stubenfliege, mir gerade mal Novalgintropfen zum Schlucken gab. Dafür, dass mir gerade ein Mandarinengroßes Stück aus dem Rachen herausgeschnipselt wurde, i.m.A. eine fragliche Sache. Aber am Tag darauf bekam ich neue Schmerzmittel, nämlich Diclofenac. Außerdem beschloss ich, dass ich ab jetzt rund um die Uhr mit einer Eiskrawatte durch die Gegend laufen würde und zudem hab ich endlich die Bonbons, die meine Mutter mir zur letzten Angina mitgebracht hat aufgelutscht.
Leute, ich muss euch sagen, das Diclo ist ein Hammerzeug. Schon ab dem 3. Tag kam ich gerade mal mit zwei Stück davon aus und eventuell 1-2 mal "Bedarf" von Novalgintropfen. Essen klappte am 2. Tag am schlechtesten, weil mein Hals so geschwollen war, dass mir alles fast aus der Nase herauskam :D Aber ich hab das mit Humor genommen, hatte ich ja keine andere Wahl.
Am 3. Tag habe ich auch für mich selbst beschlossen, dass ich wieder duschen gehen kann. War herrlich. Wie ein neuer Mensch. Kann sein, dass das unüberlegt war, aber ich hab mir kurz zuvor eine Eiskrawatte angelegt, die 20 Minuten "einwirken" lassen, sodass der Hals schön kalt war, auch von außen spürbar, und dann nur so lange lauwarm (!) geduscht, bis der Hals nicht mehr kalt war. Blutdruck hin oder her, bei einer Wassertemperatur, die meine Körpertemperatur nicht erhöht, hab ich mir da keine sorge gemacht. Ist ja nicht alles schwarze Magie :D
Am 4. Tag (ohne OP Tag) wurde ich dann, weil mir extrem langweilig war, entlassen (kann man so machen, muss man aber nicht :D) und dann zuhause endlich normale Nahrung zu mir genommen, und das war echt gut. Hätte das KH-Essen keine Sekunde länger mehr ausgehalten... jeden Morgen das gleiche: Toast mit Schmelzkäse (der übrigens richtig schön schleimt und jeden Schluck richtig fies werden lässt. Keine Ahnung, was die sich manchmal bei der Diätkost denken. Und am zweiten Tag, das war auch geil, da war mein Mittagessen püriert. Schonmal püriertes Fleisch gegessen? Lasst es besser. Mein Glück war, dass ich nen Kühlschrank auf dem Zimmer hatte und da meine Lebensmittelvorräte von Mama regelmäßig habe auffüllen lassen.)
Jetzt sitze ich hier zuhause, hab in zwei Tagen zwei Bücher durchgelesen und kann auch wieder normal reden. Die letzten tage klang ich ein Wenig wie der Schuhschnabel aus Urmel. :D Ich bin übrigens 21 Jahre alt, und normalerweise enorm schmerzempfindlich.
Also, im Netz hört man gerne Mal Schauergeschichten, und es ist auch gut, dass sich hier jeder den "Schmerz von der Seele reden kann". Aber es gibt eben auch , und das sind meiner Meinung nach die meisten, auch gute Fälle. Denn wer googelt eher nach "Schmerzen nach Mandel-OP"? Die die keine haben, oder die die welche haben, und schreibt dann in Foren? (ich, als Ausnahme, sehe mich natürlich in der Rolle, diese Regel zu bestätigen ;-))

Hier noch Meine Tipps an jeden nach einer Mandel-OP, damit ihr die Post-Mandel-OP-Tage auch so gut übersteht wie ich:
1. Sagt bescheid, wenn die Schmerzmittel nicht reichen. Schmerzen sind schlecht, weil ihr dann weniger schluckt und dieses Schlucken ist enorm wichtig für die Wundheilung.
2. Eiskrawatte! ich trage immer noch eine. Ist einfach angenehmer. Mit einem Schal um den Hals gebunden sogar äußerst mobil. Zieht die Gefäße zusammen und senkt den Schmerz.
3. Bonbons lutschen! Habe diese obergenannten Bonbons von meiner Mutter gelutscht, bzw tue das immer noch. Dadurch bleibt der Hals in Bewegung, der Schorf wird nicht so dick und der Hals bleibt schön geschmeidig. Was meint ihr, wieso die OP-Narbe am morgen so sehr schmerzt? Weil sie nicht befeuchtet wurde. Das ist aber sooo wichtig. Also, wenn ihr gerade nicht schlaft, Bonbons. es kann auch sein, dass es gerade die Bonbons waren, die ich nehme, die mir so gut getan haben. Heißen "Propolis Halspastillen" (HalsPASTILLEN ist das wichtige!, Papa hatte mir die HalsTABLETTEN nachgekauft, und die haben Fruchtsäure. Niemals Fruchtsäure. Propolis ist ein natürliches Antibiotikum, das von Bienen hergestellt wird. Also im Zweifelsfall, in die investieren. Die sind teuer, das sag ich direkt. Aber glaubt mir, Schmerz zu Stillen wird ab einem bestimmten Punkt unbezahlbar ;-)
4. hört auf die Nahrungsempfehlungen. Aber nicht nur Brei essen. Ich hab ab dem ersten Tag Toast gegessen. Esst regelmäßig. Trinkt viel! (ich habe pro Tag 2 Liter mindestens getrunken, auch wegen der Schmerzmittel, die ja irgendwie ihren weg auch wieder aus dem Körper finden müssen). Keine Kohlensäure (auch wenn ich das gar nicht erst probiert habe),keine Säure generell! Aber das werdet ihr schnell genug merken. Eis hat bei mir, außer in Eiswürfelform in Wasser, übrigens gar nicht gebracht. Auf dem Markt gibt es entweder Milcheis, was zu sehr schleimt, oder Fruchteis, mit säure. das einzige, was noch ein wenig ging, war Bussy. Also ich finde, die ganze Eissache ist ein Mythos, außer wenn man es von außen auf den Hals wirken lässt. Aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.
5. vermeidet es, zu reden. Das hat bei mir immer in stärkeren Schmerzen geendet.
So, jetzt hat mein Roman auch ein Ende. Abschließend kann ich sagen, dass ich mich auf ein Leben ohne eitrige Mandeln freue. :)

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