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4Jähriger: Mandeln verkleinern oder komplett entfernen

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Kathi2604  fragt am 08.08.2017
Hallo,
wir waren heute zur Vorstellung mit unserem Sohn im Krankenhaus. Aber erst zur Vorgeschichte:
Unser Sohn hat schon immer viele Atemwegserkrankungen. Eigentlich auch immer mit eitrigen Mandeln. Im Schnitt würde ich sagen, ist er alle 5 Wochen krank. Immer mit hohem Fieber. Er schnarcht immer laut, schläft mit offenem Mund sehr, sehr unruhig und braucht auch tagsüber noch Schlaf. Die Mandeln sind sehr groß und wenn er krank ist berühren Sie sich fast in der Mitte. Er war auch schon immer ein schlechter Esser und ist sehr schmal.
Vor 1,5 Jahren hat er bereits die Polypen entfernt bekommen und Paukenröhrchen wurden gesetzt. Sowohl das Schnarchen, wie auch die häufigen Infekte wurden nicht besser.
Nun sagt unser HNO Arzt die Mandeln müssen raus und zwar komplett. Sonst würden wir keine Ruhe kriegen. Der Chefarzt heute im Krankenhaus sagt, er würde sie auf jeden Fall nur teilweise entfernen. Alles weg nur die Kapsel stehen lassen. Sie hätten damit gute Erfolge und das Risiko und die Schmerzen wären für meinen Sohn um einiges geringer. Jetzt weiß ich natürlich nicht was ich machen soll. Wozu würden Sie raten?
Portrait Dr. med. Konrad Kastl, Gilching, HNO-Arzt
Dr. Kastl  sagt am 09.08.2017
Hallo Kathi,
es ist immer schwer, aus dem räumlichen Abstand heraus OP-Indikationen zu stellen und zu beurteilen. Ich bin jedoch absolut der Meinung des Kollegen, der die Mandeln nur teilweise entfernen wollte. Die Gründe: der Eingriff ist wesentlich risikoärmer, insb. nach Nachblutungsrisiko ist im Vergleich zur Mandelentfernung deutlich reduziert. Der Eingriff ist wesentlich weniger schmerzhaft. Die Heilung verläuft wesentlich schneller. Der Effekt auf den Platzgewinn und damit das Schnarchen ist vergleichbar. Und jetzt wird es erst richtig spannend: der Effekt auf Entzündungen ist vergleichbar.
Also, ganz klares Statement: in diesem Alter, in dieser Situation bitte NUR Mandelkappung, keine Komplettentfernung.
Alles Gute für Sie und Ihren Sohn,
Ihr Dr. Kastl

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