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Beckenboden

7 Beiträge - 6649 Aufrufe
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mobeha  fragt am 06.11.2011
Hallo,
ich bin 37 Jahre und habe 2 Schwangerschaften (spontangeburten) hinter mir. Die erste ist 11 Jahre schon her. Schon damals hatte ich leichte Probleme mit dem Beckenboden. Musste aufpassen beim husten,niesen,Lachen. Nach der 2ten Geburt (vor 7 Jahren) wurde es auch nicht besser. Jetzt, wo die Kids sehr aktiv sind und wir zusammen sportlich etwas unternehmen möchten, muss ich immer wieder mir Ausreden einfallen lassen, was mir sehr gegen den Strich geht. Nach den Schwangerschaften hatte ich schon Rückbildungsgymnastik und zusätzlich noch BBG-Kurse gemacht. Haben aber nichts gebracht. Kann mir jetzt jemand weiter helfen? Glaube um eine OP werde ich wohl nicht kommen.

LG

mobeha
 
Mikli  sagt am 15.01.2012
Hallo Mobeha,

deine Frage ist zwar schon eine Weile her, aber vielleicht kann ich dir, oder auch andere betroffene, noch helfen.
Ich habe letzen Jahr eine Gebärmutter Entfernung, samt Eierstöcke und Eileiter gehabt. Die Op ist super gelaufen und auch die Heilung ging relativ schnell. Ich hatte allerdings danach auch immer wieder ein paar Tropfen Urin in der Hose nach dem niesen, oder starken Husten, oder Sport. Ich habe Beckenboden Übungen gemacht, allerdings nicht wirklich so oft wie ich sollte, und somit hat sich das auch nicht gebessert.
Vor ein Paar Wochen aber bin ich im Internet auf eine sehr interessante Sache gestolpert. Jetzt nicht lachen, aber ich habe meine "Rettung" mit Liebes-kugeln gefunden :D. Ich habe im Bericht gelesen das den Beckenboden damit gestärkt wird, und ganz nebenbei ist auch meine Vagina enger geworden damit. Und es hat super geklappt. Ich habe sie am Anfang so ca 3 Stunden am Tag getragen. Täglich. Jetzt trage ich sie immer noch ziemlich oft. Also immer noch fast Täglich ein paar Stunden. Es ist überhaupt nicht unangenehm und sehr diskret. Ich habe es meinem Mann nicht direkt gesagt, hatte angst das er mich auslacht oder denkt das ich mich damit nur stimulieren will. Blöd, ich weis, aber so war es. Nach schon 2-3 Wochen habe ich aber gemerkt das ich kaum noch "tropfe" und er sagte mir das er das Gefühl hat das ich enger werde :D. Ich kann jetzt problemlos husten, niesen, Sport machen ohne angst zu haben, und beim Sex habe ich viel mehr Gefühle und kann durch meine gestärkte Beckenbodenmuskulatur ganz neue Sachen machen.
Ich kann es dir nur empfehlen, bei mir hat es super geholfen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen,
gruss
 
mauseline63  sagt am 19.01.2012
Hallo Mikli,habe am 21.11.11 eine Gebärmutterentfernung und eine Blasenhebung gemacht bekommen.Da ich vorher auch das Problem mit der "Undichtheit" hatte und damals es auch mit den Liebes-kugeln ausprobiert!Die sind aber bei mir nocht nicht mal drin geblieben ?!
Also hoffe ich jetzt auf Besserung....?Oder kann mir jemand sonst was empfehlen???

Gruss Antje
 
purpur  sagt am 25.01.2012
Hallo zusammen,
tja, eine Gebärmutterentfernung bedeutet nicht automatisch, daß das Thema Inkontinenz vom Tisch ist.

Und wieso überhaupt die Gebärmutter entfernen? Die Entwicklung/Forschung geht weiter und es gibt mittlerweile neue Methoden.

Ich darf zitieren:
"Prof. Dr. med. Goeschen beantwortet Ihre Fragen zu den Themen „Blasen- und Beckenprobleme”.
......Beim Petros/Goeschen-Verfahren wird zunächst genau ermittelt, welche Defekte im gesamten Beckenbereich, also vorne, in der Mitte und hinten, vorhanden sind. Mit speziellen Untersuchungs-techniken wird dann während der gynäkologischen Untersuchung überprüft, welchen Erfolg eine operative Korrektur im vorderen, mittleren oder hinteren Bereich bringt.

Worin unterscheidet sich die „Schlüsselloch”-Operation nach Petros/Goeschen bei unkontrolliertem Urinabgang von traditionellen Inkontinenzoperationen?
Bei traditionellen Operationen wird über einen Bauchschnitt von etwa 10 cm Länge der Blasenhals angehoben. Das geht oft mit erheblichen, postoperativen Schmerzen einher. Nach der Operation sind ein Dauerkatheter und ein Krankenhausaufenthalt von bis zu zwei Wochen notwendig. Es dauert mindestens sechs Wochen, bis die Patientin zu normalen Lebensbedingungen zurückkehren kann. Die von uns durchgeführte Operation erfolgt ohne Bauchschnitt von der Scheide aus mit kleinen Schnitten und ist nahezu unblutig. Alle geschädigten Bänder, die für die Inkontinenz verantwortlich sind, werden gestrafft oder durch künstliche ersetzt. Überschüssiges Gewebe wird nicht weggeschnitten, sondern in Schichten übereinander gelegt. Auch Patientinnen, die bereits erfolglos nach TVT-Methode operiert wurden, können wir oft mit unseren Eingriffen helfen...."
Quelle: [Link anzeigen]

und dann das hier noch:
"....Jede 4. Frau in Deutschland leidet aufgrund von Blasen- und Beckenboden-Problemen unter ungewolltem Harnverlust, ständigem Harndrang am Tage und nachts, Blasenentleerungsstörungen, Kreuzschmerzen oder Darminkontinenz. Nicht nur ältere Frauen sind betroffen. Aktuelle Studien zeigen, dass jede dritte Frau nach der Entbindung über Blasenprobleme klagt, die sich nur teilweise normalisieren.

Neuste Untersuchungen zeigen, dass diese quälenden Beschwerden weitestgehend durch einen Gewebsschaden im Halte- und Stützapparat des Beckenbodens infolge von Geburten, Operationen oder zunehmendem Alter bedingt sind. Dieser Gewebeschaden wird von den betroffenen Frauen oft als Gebärmutter/Scheidensenkung oder als Vorfall empfunden.

Die logische Konsequenz daraus lautet: Wiederherstellen der Gewebefestigkeit beseitigt die Beschwerden und führt zur Normalisierung der Blasen- und Darmfunktion...."
Quelle: [Link anzeigen]rpe-vitam.webseiten.cc/index.php?id=13

Wie funktioniert der weibliche Beckenboden?
hier wirds erklärt:
[Link anzeigen]

 
sandraquadt  sagt am 17.03.2013
Moin, meiner Schwiegermutter wurde vor ca. 6 Wochen die Blase mittels Netz hoch gehängt. Den Urin kann sie wieder halten hat aber schmerzen und das Gefühl das ihr unten was raus hängt oder nach unten drückt,Stuhl hat sei seit dem auch nicht mehr richtig. Die Ärzte finden aber nichts, nun die frage was könnte es sein bzw. wie könnte ihr geholfen werden? Und sie hat Diabetes Typ 2. Ich wäre über alle Antworten Dankbar, ich muss nämlich jeden Tag mit meinen 2 Kids und Hund zu ihr gehen um mit Ihrem Boxer Gassi zu gehen und ihren Haushalt zu machen das sie durch die schmerzen etc gar nichts mehr hin bekommt. LG und ich hoffe das einer Helfen kann oder noch Ideen hat,mir sind sie mittlerer weile ausgegangen.
 
Hexe45896  sagt am 18.03.2013
Hallo Mikli, du hättest dir vom Frauenarzt auch Vaginalkegel verschreiben lassen können mit unterschiedlichen Gewichten.
Wenn Hormone fehlen, wird der Bekcenboden schwach. Progesteron und Östriol ist wichtig. natürliche Hormontherapie kann helfen.
Der Frauenarzt Professor Dr. Schulte-Uebbing schreibt viel darüber wie er Beckenbodenprobleme behandelt auf seiner Internetseite.
hallo Sandra, ich frage mich, wo es gemacht wurde und wieviele OPs dieser Art der Chirurg schon durchgeführt hat. Im Krankenhaus unserer sTadt wird das auch gemacht, würde ich dort aber nie machen lassen, würde mir eine fachabteilung ausuchen in der Großstadt. ich galub wir hatten das Thema schon, schau mal weiter unten
 
Eselchen2000  sagt am 18.12.2014
Hallo,

die Schmerzen nach so einer OP können schon ziemlich lange bleiben. Aber um Sicherheit zu haben würde ich den operierenden Arzt drauf ansprechen.

Also Liebeskugeln oder Vaginalkonen (mit Gewichten) kann ich nicht empfehlen wenn die Beckenbodenmuskulatur schon stark geschädigt ist, das macht es dann nur noch schlimmer. Mir hat der Arzt erklärt wenn das wäre wie mit einen Gummi, wenn das ausgeleiert ist kann man dran ziehen wie man will, da geht nichts mehr zusammen. Und wenn man dann noch die geschädigten Bänder mit Gewichten belastet, kann man sich ja vorstellen das das nicht gut ist.
Ich habe zwei Operationen hinter mir, die erste OP war eine Raffung und sie wollten mir dabei meine gesunde aber leicht gesenkte Gebärmutter raus nehmen, da habe ich gestreikt, und hab nur die Raffung machen lassen. Was leider nicht den gewünschten Erfolg hatte , dafür hatte ich aber auch drei Monate Heilzeit mit Schmerzen und Schonen. Im Gegenteil es war danach noch schlimmer. Dann hab ich von Prof Goeschen erfahren, und hab mich dort vorgestellt, der Mann hat alle Probleme von mir erkannt. Und ich hab mich von ihm operieren lassen, hab meine Gebärmutter behalten können und bin bis jetzt zufrieden. Die Op ist etwas mehr als 2 Monate her, klar Schmerzen hatte ich danach, aber es gibt da ja erstmal Schmerzmittel und den Schwimmreifen. Bin recht schnell danach ohne Schmerzmittel ausgekommen, gut für die Verdauung brauchte ich ein Mittel doch das brauch ich jetzt auch nicht mehr. Und wenn ich jetzt husten oder niesen muss , halte ich dicht, und das wo ich vorher Schwallartig verloren habe. Im Januar muss ich zur Nachuntersuchung wenn dann immer noch alles so gut läuft, dann kann ich nur sagen dann drück ich den Prof ganz doll, dann sind 18 Jahre Leiden endlich vorbei. Falls ihr Fragen habt könnt ihr mich ruhig fragen, ich war auch froh als ich Leidensgenossinnen gefunden hatte die mir weiter geholfen haben, und das gebe ich gerne weiter.
lg.
Eselchen2000

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