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Glasaugen - Operation

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Jenny  fragt am 23.02.2009
hallo liebe leser,
in kurzer zeit werde ich ein glasauge bekommen. aber vorher eine kurze erklärung wieso.

ich habe seit jahren probleme mit meinem linken auge. es schmerzt so sehr dass ich 4-5 schmerztabletten am tag nehmen muss um sie etwas einzudämmen. bei mir wurde vor ca 10 jahren eine Uveitis festgestellt, die sehschärfe beträgt gleich 0.
heute war ich in einem klinikum und habe gefragt ob man dieses auge nicht durch ein glasauge erstzen könne. der arzt sagte ja nach einigen vorbereitungen ist dies kein problem.

ich möchte dies nun machen lassen, da ich das ständige cortison und die schmerzen leid bin. ich leide unter diesen schmerzen schon seit ca 5 jahren.

ist das egoistisch von mir, dass ich mein leibliches wohlergehen vorrang gebe?

es würde mich freuen, wenn sich jemand bei mir meldet, der / die, die gleichen erfahrungen bzw. probleme mit den augen haben.
 
Musette  sagt am 16.03.2009
Nein. Ich würde es auch tun. Ich habe seit 5 Wochen ein Glasauge.Es mußte sein und ich lebe nun damit.
 
Schnucki  sagt am 17.03.2009
Hallo,
ich war nun in Erlangen bei dem Professor und naja er meinte auf einmal das er es nicht mehr mahcen möchte. Stattdessen haben sie mir das linke Auge zum x-ten mal gelasert. Seither schielt es extrem nach oben links. Nun habe ich Doppelbilder, in denen ich die hellen und dunklen Umrisse 2 mal sehe. Wie kann ich den so einen Professor davon überzeugen das ich so nicht klar komme. Vorher war es fast blind und ich bin nicht überall dagegen gelaufen. Mein, mittlerweile, ex chef war auch nicht begeistert das, dass Auge nun sonst wo hin schielt.

Die Situation ist wirklich sehr verzwickt. Ich verstehe ja dem Professor seine Ansicht, denn wenn es einmal raus ist, ist es weg und kann nicht wieder reingesetzt werden. doch ich bin mir der Folgen sehr im klaren, aber er meinte nun auf einmal nach den ganzen Voruntersuchungen das er es vorerst nicht mehr machen möchte. Das verstehe ich nicht. Nun weiß ich nicht wie ich mit dieser Situation umgehen soll, da ich weiterhin schmerzen im Auge habe und somit auch die Schmerztabletten weiterhin nehme.
 
Musette  sagt am 17.03.2009
[Link anzeigen]

Ich wurde in diese Klinik überwiesen.Nur in Berlin soll eine gleichwertige noch sein-
 
Tarsus  sagt am 10.08.2009
Hallo,

um hier spezielle Vermutungen anzustellen warum jetzt eine Enucleation (Augapfelentfernung) vorgenommen wird oder nicht, sind einfach dargelegten med. Fakten nicht genau genug geschildert. Daher sehe ich an dieser Stelle auch davon ab.

Im allgemeinen kann man aber sagen, dass es usus ist das durch Unfall oder Krankheit entstellte bzw. verletzte Auge zu entfernen(insbesondere wenn ein permanenter Schmerzustand vorliegt).

Augenkliniken die diese Opertionen erforlgreich durchführen gibt es im gesamten Bundesgebiet; genauso die Ocularistischen Instititute (die die Patienten nach dem Verlust des Auges mit Augenprothesen versorgen).

Weitergehende Informationen hierzu finden sie unter:

[Link anzeigen]
[Link anzeigen]/

Ich hoffe ich konnte mit diesen Informationen weiterhelfen.

 
Reiner01  sagt am 19.05.2011
Hallo! Hoffe es kann mir jemand helfen. Meiner Mutter wurde auch ein Auge entfert, da sie dahinter einen Tumor hatte. Jetzt sind mittlerweile 4 Monate her. Jetzt sollte es eigendlich mit einem Glasauge weitergehen. Nur das Problem ist, das meine Mutter nicht wusste das sie dafür wieder operiert werden müsste. Und das will sie unter keinen Umständen. Einmal weil ihr alles zu viel wird, mit Krankenhaus und Ärzten ect. Weswegen sie sich noch sehr sträubt ist, das sie das Glasauge nachts selber rausnehmen muss. Was ihr wohl am meisten Angst macht. Sie will sich jetzt so eine spezielle Brille als Ersatz geben lassen. Könnt ihr mir sagen, ob das eigentlich eine große OP wäre, um das Glasauge einsetzen lassen zu können. Und wie ist das mit dem selber rausnehmen, wie schwierig ist so was. Für eure Tips wäre ich euch sehr dankbar.
 
Wiebke  sagt am 26.05.2011
Hallo Reiner01,
Zur zweiten OP Deiner Mutter kann ich leider nichts sagen, das müssen tatsächlich die Ärzte wissen, ob und was bei ihr nötig ist.
Ich habe selbst seit 1976 eine Augenprothese und habe gute Erfahrungen gemacht.
Ich möchte auf das Sträuben Deiner Mutter eingehen: Ein Glasauge muss nachts nicht herausgenommen werden. Es kann, wenn alles normal verheilt und verlaufen ist, nachts in der Augenhöhle bleiben. Ein Glasauge sollte einmal am Tag mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, und das Herausnehmen und Einsetzen lernt man ganz schnell. Das zeigt einem auch der Ocularist. Wenn es für Deine Mutter gesundheitlich besser ist, die Augenhöhle für ein Glasauge vorzubereiten, dann lasst Euch bitte dringend in der Augenklinik auch wegen eines Orbitaimplantates beraten. Das ist ein Implantat, das das künstliche Auge beweglich sein lässt. Das Aussehen wird dadurch um einiges verbessert, als wenn es starr ist.
Wenn ich Dir weitere Tipps geben kann, auch zum Ocularisten, dann meld Dich doch bitte nochmal. Ich bin Jahre lang über 600 km zu meinem Ocularisten gefahren, um das beste Auge zu bekommen.
LG Wiebke
 
Tarsus  sagt am 27.05.2011
Hallo Reiner,

Wie Wiebke bereits gesagt hat, eine Augenprothese aus Glas muss nachts nicht zwingend herausgenommen werden. Dies empfehlen wir nur Patienten, die noch einen verkümmerten Augapfel unter der Prothese besitzen.

Zu der Opertaion: normalerweise wird bei der Entfernung des Augapfels gleich in einem Schritt an dessen Stelle ein Orbitaimplantat eingesetzt, mit den Augenmuskeln vernäht und die Wunde geschlossen.
Man kann eine Augenprothese auch anpassen, wenn kein solches Orbitaimplantat eingesetzt wurde, dies ist jedoch meist für die Bewegung und das kosmetische Gesamtergebnis ungünstig.

Eine Augenprothese kann man normalerweise nicht mit einer speziellen Brille ersetzen, ist bei ihrer Mutter mehr als nur der Augapfel entfernt worden? Also auch Augenlider, Tränendrüse und so weiter? Dann wäre nämlich nicht eine Augenprothese, sondern eine sogenannte Epithese erforderlich.
Am besten erkundigen sie sich beim Bundesverband der Ocularisten (Augenprothetiker) nach einem Institut in ihrer Nähe und lassen sich dort beraten.
Link: [Link anzeigen]/

Oder sie kontaktieren unser Institut, wir geben ihnen auch telefonisch Auskünfte.
Link: [Link anzeigen]/

Mit freundlichen Grüßen,
M.Hurtz
 
Wiebke  sagt am 27.05.2011
Hallo Herr Hurtz,
schön, dass ich Sie hier lese!!! :-)
Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, hier auf Fragen einzugehen!
Neulich habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass einem Patienten vor 25 Jahren bei der OP kein Orbitaimplantat eingesetzt wurde. Und ich fragte mich, was für ein Glück ich dann vor 34 Jahren gehabt habe!!? Offensichtlich gibt es auch Augenkliniken, die die Patienten vor einer Enukleation gar nicht richtig informieren, oder ihnen nicht mal Adressen geben, wo sie nachfragen können. Das ist doch schlimm. Die Unsicherheit und Angst, die vor einer solchen OP entsteht, kann doch nur durch richtige Infos genommen werden. Deshalb danke ich Ihnen vielmals, denn dass Sie hier antworten, ist wirklich nicht selbstverständlich!!! Ich werde mir das jetzt auch ein wenig zur Aufgabe machen, anderen Betroffenen ein wenig zu helfen.
Ganz liebe Grüße an Ihren Chef, wenn er wieder da ist!
LG Wiebke B., (seit Jahrzehnten in Ihrem Institut Patientin :-)
 
Tarsus  sagt am 30.05.2011
Hallo Frau B.,

ich dachte mir schon dass Sie es sind ;)
Danke für ihre positive Resonanz. Ich bin der Meinung, dass das Medium Internet mittlerweile ein hohen kommunikativen Stellenwert hat und da gehört es dann auch dazu, dass man auch dort auf dem Laufenden bleibt und ein bischen nach dem Rechten sieht. Ich bin seit längerer Zeit in diversen solcher Foren angemeldet und sie glauben gar nicht was man da manchmal für haarsträubende Geschichten auftauchen.

Zu Ihrem Implantat: Das Orbitaimplantat war auch vor 34 Jahren schon als Standartversorgung etabliert, aus meist nicht ersichtlichen Gründen wurde es aber nicht von allen Operateuren zum Einstaz gebracht. Das ist vereinzelt noch heute so.

Zur häufigen Fehl bzw. Desinformation der Patienten in manchen Kliniken kann ich nur sagen, dass dies eine der natürlichen Folgen der immer stärkeren Rationalisierung unsereres Gesundheitssystems ist.

Beste Grüße zurück und machen Sie weiter so,
M.Hurtz
 
italy_girl  sagt am 07.11.2011
Hallo Leute!!
Ich werde am 6 Dezember Operiert!! Und habe sehr viel angst.
Also ich bin 27 und seit Geburt blind Blind mit ein Auge. Die Farbe ist Gelb in den Blinden Auge und wie ich im Forum gelesen habe gibs verschiedene ops und ich weiß noch nicht welche ich machen soll, eigentlich will ich die EVISCERATION machen. Aber meine Augenärztin meinte ich sollte das ganze Auge entfernen lasen. Ich möchte ungerne das machen denn ich kann mir nicht vorstellen das ich so glücklich werden kann. Eigentlich würde ich gerne mich mit jemanden treffen die das gleiche hat und die op gemacht hat Treffen. Ich komme aus Wuppertal ist jemand hier die das gleiche gemacht hat und sich vielleicht mit mir Treffen würde??? Ich bitte um Hilfe, denn ich weiß nicht mehr weiter.. Danke
 
Tarsus  sagt am 07.11.2011
Guten Tag Italy-Girl,

weshalb ist es denn notwendig dass ihr erblindeter Augapfel entfernt wird, bzw. wie lautet die Diagnose ihrer behandelnden Ärztin?

Bei BEIDEN derzeit gängigen Operationsmethoden zur Bulbusentfernung wird anschließend eine Versorgung mit einer Augenprothese erforderlich sein.

Bei der EVISCERATION wird der gesamte INHALT des Augapfels (Netzhaut, Aderhaut, Glaskörper) sowie die Iris und Cornea ( das ist das Farbige ihres Auges) entfernt und nur die weiße Hülle (die Sklera) in der Augenhöhle zurückgelassen. In diese wird dann ein Implantat eingesetzt und die Bindehaut darüber wird geschlossen und vernäht.

Bei der ENUCLEATION wird der gesamte Augapfel aus der Augenhöhle entfernt, d.h. der Bulbus wird von den Augenmuskeln und dem Sehnerv abgetrennt, an dessen Stelle wird dann auch ein Implantat eingesetzt und mit den Augenmuskeln verbunden. Darüber wird dann ebenfalls die Bindehaut vernäht.

Bei BEIDEN Oprationsmethoden erhält man eine "Tasche" in der Bindhaut hinter den Augenlidern, in die die Augenprothese eingesetzt wird.

Lassen sie sich auf jeden Fall von ihrer Augenärztin beraten warum ihnen die Enucleation empfohlen wird.
Wenn sie Fragen zu Ablauf und Versorgung mit einer Augenprothese haben, wenden sie sich an das nächstgelegene qualifizierte Institut der D.O.G., in ihrem Fall wäre dies in Essen:

Kunstaugen-Institut Jürgen Leipold,
[Link anzeigen]/

MfG,
M.Hurtz
 
italy_girl  sagt am 07.11.2011
Guten Abend M.Hurtz,
erst mal danke danke danke für dein schnelle Nachricht. Ich muss sagen das ich vor 3 Wochen im Krankenhaus war und ich eigentlich am nähsten tag oparieren sollte, nur der Operationartzt meinte das ich vielleicht wegen einer Entzündung nach der Op vielleicht erblinden könnte, es ist sehr gering aber ich habe dann nach so eine schöne Info meine sachen genommen und bin gegangen. Jetzt stehe ich hier und meine Augenärztin das sie mir ratet das ganze Auge zu entfernen. Ich kann mir nicht vorstellen das ich mit ein Loch rumlaufen soll, ich weiß das ich eine Prothese einsetzen muss aber ich wer nicht zufrieden und mit der andere Op habe ich angst das ich vielleicht erblinden kann. Muss ich immer die Prothese raus nähmen oder gibs eine op wo ich keine Prothese raus nehmen muss, weiß das jemand??? Das wer toll wenn so was gibs.

Danke noch mal :-)
 
monica  sagt am 18.12.2011
Hallo Wiebke,

ich habe vor ca. 2 Jahren auch ein Kunstauge aus Koralle bekommen, ohne diesen "Titan"stift (Orbitaimplantates). Meine Augenmuskulatur ist aber an der Koralle befestigt worden und daher beweglich, wissen Sie zufällig, ob das "nachrüsten" dieser Befestigung möglich ist??

Vielen Dank für eine Antwort, grundsätzlich auch von anderen Personen hier im Forum :-)
 
Wiebke  sagt am 18.12.2011
Hallo monica,
leider kann ich Ihnen auf Ihre spezielle Frage keine Antwort geben, da ich mich mit einem Korallenimplantat und seinen medizinischen Einzelheiten nicht auskenne. Beim Orbitaimplantat das ich habe, ist ebenfalls die Augenmuskulatur befestigt, da sich das Auge wunderbar mit dem gesunden Auge mitbewegen kann. Vielleicht kann Herr Hurtz Ihnen zu den medizinischen Besonderheiten mehr sagen, ich bin da eher ein Laie ;) Haben Sie Probleme mit der Koralle? Grundsätzlich kann ein Chirurg, der Augenimplantate setzt, Ihnen auch auf Ihre Fragen antworten. So weiß ich, wenn z.B. das Implantat mit der Zeit "verrutscht", dass es möglich ist, durch eine erneute OP eine gute und moderne Lösung zu finden. Haben Sie eine Augenklinik in Ihrer Nähe? Vielleicht können Sie, sollten Sie hier keine Antwort erhalten, dort nochmal nachfragen.
LG Wiebke
 
Wiebke  sagt am 18.12.2011
Hallo italy-girl,
tut mir leid, dass ich Deine Frage erst jetzt lese. Ich hätte Dir gern ein wenig Mut gemacht. Wie ist die OP verlaufen, wie geht es Dir jetzt? Erzählst Du nochmal, wie es Dir ergangen ist?
Ganz liebe Grüße von Wiebke
 
Aysii  sagt am 16.07.2012
kann mir jemand sagen wie was man tun könnte, wenn man nach einer op schon monatelang eine prothese hat aber man plötzlich schmerzen hat und der arzt sagt aber: "was soll ich da noch gucken bzw sehen können da gibts doch kein auge mehr.." :(
 
Wiebke  sagt am 17.07.2012
Hallo Aysii,
Danke, dass Du hier schreibst, vielleicht kann ich Dir dazu etwas Wichtiges sagen. Sprich doch bitte mit dem operierenden Arzt bzw. einem (anderen) Augenarzt, weil es Z. B. bei mir jedenfalls nach der OP mehrere Jahre (tut mir leid, Dir das sagen zu müssen),PHANTOMSCHMERZEN gab, sieh bitte auch hier: http://d[Link anzeigen] . Das sind Schmerzen, die man empfinden kann, wenn ein Organ frisch amputiert wird. Das fühlt sich so an, als sei das Auge noch da und tue weh, obwohl man genau weiß, es ist nicht mehr da, das kann gar nicht sein....
Hab keine Angst, vielleicht klärt sich im Gespräch, was Sache sein könnte. Dein genannter Arzt ist jedenfalls ziemlich unflexibel und unempathisch, kurz ... ein Idiot. Das tut mir leid. Lass Dir das bitte nicht gefallen.
Es ist auch möglich, dass sich die Augenhöhle entzündet hat, und sie schmerzt, auch hier ist unbedingt geraten, einen Augenarzt zu besuchen. Ach, ich möchte Dir so gern Mut machen ... und hoffe, dass sich Dein Problem für Dich auf wundersame Weise lösen wird.
Liebe Grüße,
Wiebke
 
Principessa66  sagt am 29.07.2012
Hallo!
ich bin auch bereits auf dem rechten auge blind,habe grünen und Grauen Star im auge,,,ich habe ständig zu hohen augendruck der sich schlecht einstellen lässt,auch schon einen glaukomanfall,,demnach steht jetzt in nächster zeit eine augenentfernung wohl an,,und wie lange warst du im krankenhaús..hoffe man kann die op auch unter örtlicher betäubung machen weil ich noch andere grunderkrankungen habe!!!!und ich habe auch schreckliche angst das was schief gehn kann!!!vielen dank schon mal für deine antwort!!!!m.f.g..principessa66

 
Wiebke  sagt am 30.07.2012
Hallo principessa66,
ich drücke Dir von Herzen die Daumen, dass sich die Augenentfernung doch noch umgehen lässt. Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten, und da war ich 7 Jahre alt. Ich meine, dass ich insgesamt vier Wochen im Krankenhaus war. Sprich doch bitte mit der Augenklinik, die in Deiner Nähe ist, oder die die OP eventuell ausführen soll, ob das auch ambulant geht. Ich glaube das nicht, aber die Medizin ist heute sehr viel weiter als bei mir damals, denk daran bitte. Deine anderen Erkrankungen müssen dem operierenden Arzt natürlich unbedingt mitgeteilt werden. Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass alles gut läuft, ich habe aber auch gar keinen Zweifel daran.
Alles Liebe und Gute für Dich, und melde Dich doch bitte nochmal, und erzähl doch mal, wie alles weiterging.
Liebe Grüße, Wiebke
 
Cari91  sagt am 05.04.2016
Hallo!
Mein Freund hat jetzt sein Auge nach einem Arbeitsunfall von 2003 heraus bekommen. Jetzt ist er sehr schnell entlassen worden, nichtmal 48 Stunden nach der Operation, was uns schon sehr komisch vor kam. Die Prothese dir er jetzt bekommen hat für den Anfang drückt sich immer über das untere Lied und ist beim niesen sogar einmal raus gegangen. Ist das normal? Wie sind die Erfahrungen in der Anfangsphase?
 
Wiebke  sagt am 06.04.2016
Hallo Cari91,
vielleicht ist bei Deinem Freund alles so gut verlaufen, dass er schon so schnell aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Die Nachversorgung durch den Augenarzt müsste er ja in jedem Fall machen lassen. Die erste Prothese ist, zumindest bei mir, eine Prothese mit Loch (wo die Pupille ist) gewesen. Diese Prothese soll den Heilungsprozess der Augenhöhle beschleunigen. Wie Du es beschreibst, scheint die Größe oder der Sitz dieser Prothese aber nicht zu stimmen, denn sie dürfte nicht über das Unterlid hinausgehen und sie dürfte unter gar keinen Umständen beim Nießen herausfallen. Ich würde Deinem Freund raten, nochmals zu dem Ocularisten zu gehen, der das Auge gemacht hat, und diesem von den Schwierigkeiten zu berichten. - Es ist klar, dass man anfangs auch ein bisschen Schwierigkeiten hat, mit der Prothese umzugehen. So muss man z.B. lernen, mit einem Taschentuch immer zur Nase hin zu reiben, wenn das Auge tränt, und nicht zur Schläfe hin. Sonst kann das Auge in der Augenhöhle verdreht werden. Das Rausnehmen, Reinigen und Einsetzen sollte man anfangs in aller Ruhe machen, da noch keine Übung vorhanden ist. Vor allem nicht über dem Waschbecken! Ich habe die Augenprothese anfangs ein paar Mal völlig falsch eingesetzt, was auch weh getan hat. Einmal ist sie mir ins Waschbecken gefallen und war kaputt. Dein Freund sollte etwas Ruhe bewahren, geduldig mit sich sein, und sehen, wie er die Prothese ohne, dass es weh tut, in die Augenhöhle bekommt. Das wird nicht lange dauern, und er hat darin Übung. - Ansonsten kann ich nur sagen: die Prothese sollte weder drücken, noch beim Nießen rausfallen. Am besten ist, sie ist gar nicht zu spüren. Wenn das nicht der Fall ist, ist in jedem Fall nochmal der Weg zum Ocularisten angeraten.
Liebe Grüße, und alles Gute für Deinen Freund und Dich, Wiebke
 
Cari1991  sagt am 06.04.2016
Vielen Dank für sie schnelle Antwort!
Ich hab mich gestern glaub ich schlecht ausgedrückt. Er hat noch keine endgültige Prothese sondern das ist die Loch Prothese nach der Operation. Er war heute natürlich beim Augenarzt und sein Auge hat sich entzündet, kein Wunder das durch die Schwellung die Prothese nicht mehr passte. Jetzt darf er erstmal die Prothese für ein paar Tage nicht tragen, jede Stunde tropfen und Salbei anwenden.
 
Wiebke  sagt am 06.04.2016
Hallo Cari,
wenn sich die Augenhöhle entzündet hat, dann passt die Prothese auch nicht, das ist völlig richtig. Ich würde die Gesichtshälfte zusätzlich ab und zu etwas kühlen. Ich wünsche Deinem Freund ganz schnelle gute Besserung! Die Lochprothese hat er, wenn die Entzündung zurück gegangen ist, vielleicht für 4 Wochen insgesamt, dann bekommt er ja die erste richtige Augenprothese. Ich drücke Euch für die weitere Entwicklung die Daumen! Und wenn Ihr Fragen habt, antworte ich immer gern. Ich bekomme sofort eine Mail, wenn hier zum Thema eine Nachricht eingegeben wird. Liebe Grüße, Wiebke
 
Alit  sagt am 23.12.2016
Hallo zusammen. Mir steht auch in Zukunft eine Entfernung meines seit 25 Jahren blindes Auge bevor. Ich habe natürlich sehr viel Angst. Habe hier jetzt was über Phantomschmerzen gelesen. Will das Auge raus haben da es schmerzt. Wie sind eure Erfahrungen. Gibt es mit Kunstaugen schmerzen. Oder sind die dann komplett weg, ein paar Wochen nach der Operation?
Danke und Gruß. Ali

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Entfernung Auge und Anpassung Kunstauge
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