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Schwierigkeiten nach Bauchwandbruch

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jacqui77  fragt am 26.01.2011
Hallo,

ich wende mich jetzt an Sie, da ich nicht mehr wirklich weiß, wohin ich mich vertrauensvoll wenden kann und auch hilfe bekomme.

Ich entschuldige mich schon mal im Voraus für die etwas längere Geschichte.

Ich bin 33 Jahre alt und wurde im März letzten Jahres an einem großen Bauchwandbruch operiert.
Diesen hatte ich mir wohl bei der Schwangerschaft mit meinem Jüngsten schon eingefangen, habe aber versucht, mittels intensivem Bauchtraining es in den Griff zu bekommen.

Nach dem Auftreten von massiven Beschwerden wie nicht mehr normal sitzen können aufgrund von extremen Bauchumfang( ich sah aus wie im 7. Monat schwanger) sowie starken Schmerzen begab ich mich in die Hände der Chirurgen eines Krankenhauses bei uns in der Nähe.

Dort wurde mir ein 30x30cm großes Netz implantiert, bei dem ich davo ausging das bleibt jetzt so da drin wie es ist. Nach 8 Tagen wurde ich entlassen, war aber 5 Tage später wieder in der Notaufnahme, da sich der Bauchnabel entzündet hatte und sich Serome unter der Wunde angesammelt hatten.

Danach ging es mir verhältnismäßig gut, bis nach ca. 2 Monaten der Bauchumfang wieder extrem zunahm und ich ein extremes Fremdkörpergefühl im Bauch hatte, was sich in heftigen Schmerzen äußerte. Nachdem ich nun in diesem Krankenhaus nicht die besten ERfahrungen gesammelt hatte, wurde ich auf Anraten meines Arztes in die Uniklinik überwiesen. Dort begann ein Martyrium vom Allerfeinsten: Ultraschall des Bauches nur unter der Gabe von Dipidolor möglich, 3-mal nach Hause geschickt, ich wäre kein medizinischer Notfall. Nach langem Hin-und Her endlich eine Laparoskopie, nach der mir dann mitteilte, das es sich um ein teilselbstauflösendes Netz :shock: handelte und man sich das wunderbar habe ansehen können.
Hätte mir jemand vorher gesagt, das es sich um ein solches Netz handelt, hätte ich es gleich verhindern können, da ich auf selbstauflösendes Material allergisch reagiere. Nun hatte ich darauf ausdrücklich hingewiesen und war der Meinung, die Narben der Laparoskopie wären nur geklebt worden, so sah es jedenfalls aus. Das Ende vom Lied ist, das ich vor 3Wochen die letzten Fäden aus der Narbe gezogen habe :cry: .

Aufgrund der relativ hohen Anzahl von Vollnarkosen in folge stellte mein Darm die Tätigkeit ein, was die Uniklinik mit einer Darmspiegelung quittierte. Danach wurde ich, mit dem Hinweis auf psychologische Betreuung und das bei der Entfernung des Netzes min. 12 Monate Intensivstation folgen würden, nach Hause entlassen.

Also ging ich in meiner Verzweiflung nochmals in das damals ausführende KKH und geriet an einen sehr netten OA der sich meiner annahm und dann auch innerhalb von 2 Tagen die Explantation des Netzes mit Unterstützung des Chefarztes durchführte.
Sie haben mir dann hinterher erklärt, das sie mir kein neues Netz eingesetzt haben, sondern die seitliche Bauchmuskulatur zerlegt und nach vorne vernäht haben.
Dieser Eingriff erfolgte am 29.07.2010.

Seit dieser Zeit bin ich in schnerztherapeutischer Behandlung, da ich mich mittlerweile ohne mein Korsett und 3-mal tägl. Opiat kaum bewegen geschweige denn den Bauch belasten kann.

Nun habe ich mich nochmals mit meiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt, um gemeinsam mit denen eine endgültige Lösung zu finden, denn ich bin weder bereit mein Leben lang Korsett zu tragen geschweige denn Opiate zu nehmen.

Dort sagte man mir, das die erste OP praktisch völlig umsonst war und ich um eine erneute OP nicht herumkäme. Vorher kriege ich dort keine Ruhe rein. Ich möchte aber am Leben auch mit meinen KIndern wieder teilhaben und teilnehmen, sie sind erst 3+6Jahre alt.

Da mir von meiner KK das UKE Aachen empfohlen wurde und das von mir aus sehr weit ist habe ich mich bei einem Hernienspezialisten in Bensheim vorgestellt. Dieser erklärte mir, das er im Moment nichts machen könne, da es sich um einen Verwachsungsbauch handele und ich mit meinem Gefühl "zu kurz und zugeschnürt" zusammen genäht worden zu sein durchaus recht habe. Ich solle jetzt Bauchtraining machen (super, wenn man nur mit Korsett einigermaßen sich bewegen kann) und meinen Schmerztherapeuten nach einem PDK fragen. Was mich jetzt doch sehr erstaunt, da ich von 3 völlig voneinander unabhängigen Ärzten zu hören bekam, um eine erneute OP kommst du nicht herum, wenn du Ruhe haben willst. Ich bin mittlerweile mit den Nerven völlig runter, denn ich möchte gern irgendwann schmerzfrei sein.

Nun meine Bitte an Sie, hat hier jemand eine Idee wie ich jemanden finde, der sich an meinen Bauch rantraut und mir eine endgültige Hilfe zuteil werden lässt?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen, da ich mittlerweile nicht mehr weiß, was ich machen soll.

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße aus der Pfalz
 
Hernia  sagt am 16.06.2011
16.6.2011

Ich habe ähnliche Schwierigkeiten nach einer Narbenhernienoperation mit Netzeinlage (auch teilresorbierbares Netz). Seit 1 Jahr chronische Schmerzen, extremes Fremdkörpergefühl, Zerren an Nähten etc. Ich bin Allergikerin. Haben Sie inzwischen einen Lösung gefunden? Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Hernia
 
Aknips  sagt am 23.08.2011
Ob es Ihnen helfen kann, das kann ich nicht beurteilen. Ich bin letztes Jahr im März im "Missio" in Würzburg von Prof. Koebe operiert worden (Bauchwandbruch, Nabelbruch und Narbenbruch nach einer früheren Gallenblasen OP). Letzte Woche mußte ich nochmals operiert werden, da sich eine gut reponible Bauchwandhernie unterhalb des Nabels nach links weisend gebildet hatte, zusätzlich eine Instabilität der Operationsnarbe oberhalb des Nabels in der Medianebene. Es wurde also eine Re-Laparotomie mit Fasziendopplung und plastischem Bauchdeckenverschluß durchgeführt.
Schmerzen habe ich fast keine (wenn man davon absieht, daß ich 3 Kaiserschnitte hinter mir habe, die mir auch nach 30 Jahren noch immer wieder erträgliche Schmerzen bereiten). Im letzten Winter hatten wir extrem viel Schnee und mein Mann ist seit einem Jahr schwer krank, da habe ich wochenlang täglich bis zu 3 Stunden Schnee geschippt...
Schnelle Hilfe und gute Besserung wünsche ich Ihnen!
 
Hernia  sagt am 25.08.2011
Vielen Dank für Ihre Nachricht.Meine Beschwerden beruhen hauptsächlich auf einer Unverträglichkeit des Herniennetzes, das von meinem Körper wohl nicht akzeptiert wird, geschrumpft oder verhärtet ist. Ich würde es gerne wieder entfernen lassen, suche aber noch einen Chirurgen, der hierin Erfahrung hat. Hat Prof. Koebe bei Ihnen alte Herniennetze entfernt und ein neues eingesetzt? Anscheinend vertragen Sie diese Netze und haben kein unangenehmes Fremdkörpergefühl!?
Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen eine schnelle Erholung von der Operation und einen dauerhaften Erfolg.
Vielleicht nehme ich mit Prof. Koebe mal Kontakt auf, obwohl ich in Norddeutschland wohne. Empfohlen wurde mit auch die Uniklinik Aachen, Prof.Conze.
Alles Gute für Sie
Alice
 
schmerzendoof  sagt am 16.10.2011
Hallo, hat jemand ein Rat für mich?? Ich wurde schon 2 mal operiert am nabelbruch (oberbauch) ca. 15 cm grosse stelle, zum 2 mal würde dann ein netz reingemacht, wo ich fast nicht spüre, aber....

die Krankenkasse sollte schon beim erstesmal eine Haushaltshilfe bewilligen..oder?? 2 kleine babys im haus, ich alleine, mann ständig unterwegs..

Ich bin mir sicher, das es das wegen wieder gekommen ist...und ich wieder operiert werden müsste..

Kann mir jemand helfen, sprich Gerichts Urteilen ???
Hat vielleicht schon jemand das selbe hinter sich und will auch KK verklagen??? Welches Beispiel kann man dann nehmen, aus der Tabelle?? Ich habe nichts gefunden...

Ich danke vorraus für alle mails.

Bitte schriebe mich gerne an, auch wenn ihr nichts über Urteile weisst, kann gern zum Thema helfen.danke

e-mail :

superstarvonhier@[Link anzeigen]
 
AndreaDoria  sagt am 14.12.2011
Hallo, habe mich Ende Juni einer Oberbauchbruchoperation unterzogen.
Habe einen schnitt von sieben zentimetern, allerdings habe ich kein
Netz, dies wurde mir vor der Operation gesagt, allerdings im Bericht für Hausarzt steht etwas von Herniotornie und Verschluß mit Hernioplastik -muß ich mich schon mal fragen was das soll.
Mal ganz davon abgesehen , das ich fast 8 Wochen innere Blitergüsse
hatte , tut mir jetzt immer noch die rechte Seite im op-bereich und
unter dem rechten rippenbogen weh.
Vielleicht weiß jemand etwas.

Andrea
 
guenny  sagt am 23.08.2014
habe nach der Gallenblasenentfernung einen sehr langen Bauchschnitt von 29cm.seitdem habe ich an untere stelle seitlich vom bauch eine große vorstehende beule. kann keine hose anziehen rutscht sofort runter.nach langem hin und her hat mir mein Facharzt eine rippenbandage verordnet,was die dicke beule nicht so vermindert.was kann ich sonst noch machen? habe nach dieser op 10 Kilo zugenommen ..können sie mir bitte einen vorschlag machen was ich zur Normalität machen kann hlg. guenny
 
Sweetie  sagt am 21.01.2017
Hallo an alle
Ich bin Krankenschwester aber trotzdem weiß ich mir keinen Rat mehr.Mein Freund ist Pfleger in der Notaufnahme und selbst er ist mit seinem Latein am Ende.
Zur Erklärung
Ich habe eine Hernie ungefähr in der Höhe des Bauchnabens aber rechts daneben. Wenn die sich raus drückt dann ist das sehr unangenehm und schmerzhaft.Alleine zurück geht die nicht und ich muss immer gegen drücken.
Das blöde war zu dieser Zeit ab Dezember 2015 das ich die Hernie nicht willkürlich beim Arztbesuch zeigen konnte.
Dennoch operierte mich der Oberarzt per Laparoskopie.Mir ging es nicht gut nach Op.
Allerdings bin ich leider sowieso gebeutelt.Ich bin 41.Habe MS,bekam 2016 links ein neues Knie wegen Arthrose Grad 4 undwurde am 9.12.16 an der LWS versteift.Ich habe immer Schmerzen und nehme schon Ca 7 Jahre Tilidin.Nun ist auch der Verdacht auf Fibromyalgie.Wegen den vielen Narkosen und Ops in meinem Leben (sind bis jetzt 20 Ops) habe ich keinen Bock mehr auf Op.
Nun ja trotzdem hab ich mein Lachen nicht verloren.
Nun zur Hernie nochmal.
Wie gesagt ich wurde im Dezember 15 an der Hernie operiert.
Froh das sie weg war kam wie üblich der Arzt nach Op zu mir und sagte wir haben die Mini Hernie links operiert und rechts war nix.Ich habe dermaßen blöd geschaut und echt am Arzt gezweifelt.
Mein Freund redete auch mit ihm aber da kam derselbe Satz.
Links wurde ein Netz hin gemacht und rechts sah er angeblich nix.
Ich muss Euch ja sicher net sagen das diese Narkose fürn A..... war denn die Hernie rechts war ja nun immernoch da.
Zwischenzeitlich im Januar 16 bekam ich dann mein Knie.Hörte 4 Tage nach Op einfach so auf zu atmen und ohne den jungen Assistenzarzt Timo der zufällig ins Zimmer kam wäre ich jetzt Tod.Er trommelte alles zusammen und die Notfallschleife wurde ausgelöst.Dann kamen 5 Tage Intensiv.Ok bin ja noch da.Alles gut.
Die Hernie kam immer öfter raus rechts aber auch nicht wirklich beeinflussbar von mir.
Irgendwann war ich dann wieder in dem KH bei einem neuen leitenden Arzt. (übrigens ein farbiger und mega einfühlsam und sehr beruhigend ).
Ich wollte dann schon wieder gehen weil die Hernie natürlich nicht zu sehen war.Ich ging auf die Toilette zum kleinen Geschäft und als ich beim Aufstehen den Bauch anspannte kam prompt die Hernie raus.Ich raffte mir die Hose hoch und ging direkt wieder zum Behandlungszimmer.Da ich selbst auch dort gelernt habe kennt mich dort jeder und ich konnte zum Glück sofort rein und der Doc fühlte am Bauch und siehe da er tastete die große Hernie. Ich fragte ihn warum sein Kollege nichts gesehen hatte zuvor aber er konntw das auch nicht beantworten.
Nun gut 1 Woche später wurde ich dann zum Zweiten mal an der Hernie operiert also am 14.9.16.
Da bei mir immer was ist bekam ich nach Op Fieber über 39 und Antibiose.
Wieder zwischendurch im Oktober war ich in München und bekam Spritzen wegen meinem Rücken aber ohneErfolg.
Am 9.12.16 wurde ich dann an der LWS versteift. Natürlich nicht ohne Komplikationen ist bei mir eigentlich schon fast normal. Bin natürlich noch krank usw.War ja erst vor 5 Wochen.
Also die operierte Hernie rechts war zu keinem Zeitpunkt weg und ich War vor der Versteifung nochmal bei drm Arzt.
Der sagte mir das das Netz da wäre wo es sein muss und es sein kann das die Hernie immernoch raus kommt. Es sei kompliziert eine Bruchpforte zu schließen aber ich soll mir keine Gedanken machen weil durch das Netz nix passieren könne und nix einklemmen kann.
Vom Gefühl ist es mittlerweile schlimmer als vorher und das Ding kommt noch mehr raus.Ich kann es mittlerweile beeinflussen das die Hernie raus kommt.
Wenn ich mich aufs Sofa lege und den Bauch anspanne.
Wenn ich auf Toilette bin.
Wenn ich niese huste lache usw.
Mein Freund findet es auch nicht normal und ich auch nicht.Aber wegen den vielen Ops möchte ich eine erneute Op vermeiden.
Könnt ihr mir irgendwas raten was ich tun kann oder habt ihr vielleicht such solche Erfahrungen gemacht mit euren Hernien.

Ach und ich bitte VIELMALS um Entschuldigung für den langen Text.

Liebe Grüße Sweetie
 
Sweetie  sagt am 21.01.2017
Hallo Jaquie77
Ich denke das Du wenn du Ruhe haben willst wirklich nicht um eine Op drum herum kommst.
Allerdings entstehen dann wieder neue Verwachsungen.
Aber das man echt mal die Schnauze voll hat kann ich vollsten Verstehen.
Ich sag immer zu meiner Situation. Wenn es eine Flatrate fürs KH gäbe dann hätte ich die ganz bestimmt.
Wenn man schon begrüßt wird mit "Hallo bist ja auch wieder da Hattest du Sehnsucht??"
 
EmpfehleHerrD...  sagt am 11.09.2017
Hi, Sweetie:). Bitte schaue dir Herrn Dr. med. Marc Alexander Renter am St. Josef-Krankenhaus in Moers an. Herr Dr. Renter ist spezialisiert auf Bruchoperationen am Hernienzentrum am St. Josef-Krankenhaus in Moers. Er ist im Jahre2015 der zweite Chirurg in Deutschland gewesen, der bei Brüchen ein spezielles Netz aus Zuckermolekülen (U.S.A.) einsetzt, welches sich nach Wochen zur Hälfte auflöst. Auch ist er Chirurg für plastische Bauchhirurgie d.h. er lässt einen von Operationen gekennzeichneten Bauch wieder gesund sprich schön aussehen. Er ist der Homepage des St.Josef-Krankenhauses zufolge auch sehr darauf bedacht den Patienten so gut wie nur möglich zu schonen bzw. wenn nur irgendwie möglich vor einer Operation zu bewahren. Gute Besserung dir und allen hier im Forum

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