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Erfolgte OP am sinus pilonidalis

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Annemi  fragt am 02.02.2010
Ich wurde vor 7 Wochen operiert. Die Ärzte hatten die Wunde zunächst zugenäht, jedoch nach 2Wochen, als ich zum Fäden ziehen kamm ist die gesamte Wunde aufgegangen. Während die Wunde zugenäht war, hatte sich extrem viel Wundsekret dort abgelagert, welches stoßweise aus der Wunde ausgetreten ist. Seit Anfang Januar habe ich nun auch eine offene Wundheilung, wobei jedoch die Wunde in der Tiefe jetzt noch immer 4,5cm beträgt. Nach meinem letzten Besuch in der Chirugie, wollen die Ärzte nun einen Vakuumverband anlegen.
Meine Frage: Ist dieser Verband wirklich hilfreich? Warum ist die Wunde selbst nach so langer Zeit immer noch so tief? Wie lang wird es noch dauern? Kann es sein das ich falsch behandelt wurde?
Anne
 
sinope  sagt am 07.03.2010
Hallo, meine Tochter wurde ebenfalls vor 7 Wochen (12.1.2010) am Pilonidalsinus operiert. Die Wunde war sehr groß (ca.20 cm breit und sehr tief). Sie muß unbedingt offen bleiben und 2 x täglich mit OP-Kompressen (es gehen ca. 3-4 Kompressen hinein) ausgelegt und gut mit Fixomull-elestisch (20 cm) verschlossen werden. Dies alles morgens und abends. Uns hat eine Jodsalbe (Betaisodona Salbe),die ich direkt in die Wunde gegeben habe etwas geholfen. Es muß unbedingt von unten nach oben heilen und es darf absolut kein Hohlraum dabei entstehen (das muß man beim Verbinden unbedingt beachten. 2 x in der Woche mussten wir zum Arzt um den einwandfreien Heilungsprozeß kontrolliern zu lassen. Es ist alles sehr aufwändig - aber der einzige Weg zur vollständigen Heilung. Inzwischen ist die Wunde - nach langer Zeit - etwas kleiner geworden - aber uns wurde von der Klinik gesagt - insgesamt dauert es 3-4 Monate, solange muß auch verbunden werden.
Was ein Vakuumverband ist, kann ich nicht sagen - dies wurde uns gar nicht erst angeboten. Ich wünsche Dir gute, gute Besserung!
Sinope
 
nalan123  sagt am 22.03.2010
hallo ihr zwei mein sohn ist das dritte mal operiert das erste mal war sehr tief ca 30 cm lang die wunde ist nicht zu gegangen das zweite mal hat es geheisen schlechte wundheilung nochmal op wider tief und lang und das letzte op vor 5 wochen mit einem vakuumverband hat drei tage gehalten dann wolten sie noch einen vakuum verband machen ging aber nicht warum weiss ich nicht hat nicht gehalten heute zur kontrolle wunde heilt nicht die wunde ist verödet worden und sollen zwei wochen warten dann wieder op mit hautlappen auf die falte nähen ich bin am durchdrehen das ganze machen wir seit drei jahren. ( die wunde ist seit drei jahren offen)
 
sinus  sagt am 22.04.2010
Hallo, nach 22 Jahren wurde ich vor 2 Wochen zum 10 Mal operiert. Diesmal war es nur ein kleiner eingriff (7x5cm) ich hatte allerdings auch schon 5 Faustgroße eingriffe hinter mir und zeitweise zwei Op im Jahr. Ich habe mittlerweile so ziemlich alle Operation und Wundheilung Methoden (offen, geschlossen, Vakuum, Tamponagen) durch und alle waren ohne Erfolg. Jetzt lasse ich mich nächste Woche bei einem Proktolgen untersuchen und anschließend versuche ich bei der Krankenkasse, das die kosten für eine Laserhaarentfernung übernommen werden. Sollte ich damit Erfolg haben schreibe ich Euch gerne .Wenn nicht auch. Ich wünsche Euch allen noch gute Besserung.
 
benson  sagt am 05.06.2010
Hallo, zusammen!

Meine Frau , Diabetikerin Typ 1, 44 Jahre, leidet an Folgeschäden, u.a. mußten 2 Bypässe gelegt werden, vor zwei Wochen wurde der rechte Vorfuß amputiert. Zur Wundheilung, die bei ihr mittlerweile nicht mehr so gut ist, wird u.a. eine Vakuumpumpe eingesetzt.

Nun habe ich vor 2 Wochen einen Beitrag im MDR gesehen, der sich mit Wundversorgung bei schlecht heilenden Wunden befaßte.
Hier wurde auch erwähnt, daß m amn die Patienten, sofern körperlich möglich, mit der Vakuumpumpe nach Hause entlassen kann und nur alle paar Tage eine ambulante Kontrolle durchführt.

Im Krankenhaus, das meine Frau behandelt, wurde uns gesagt, daß die Kosten für diese Pumpe bei 75,- € p.Tag liegen, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Da dies kein Patient bezahlen will bzw. kann, verbleiben die se dann im Krankenhaus, wobei jeder weiß, wie hoch die Tagessätze mittlerweile liegen.

Von der psychischen Belastung wollen wir mal gar nicht reden.
 
martina01  sagt am 01.08.2010
Hallo liebe Leidensgenssen,

ich wurde am 24.06 operiert, die Schmerzen kamen bei mir innerhalb von ein paar Tagen, bis ich nicht mehr liegen, sitzen oder gehen konnte. Ich bin sofort ins lkh (allerdings wohne ich in österreich. Dort bekam ich Antibiotikum und Schmerzmittel, mit der Ansage: versuchen wir es mal so, aber wahrscheinlich müssen wir operieren. Nach 2 Kontrollen hielt ich es nicht mehr aus, bin wieder ins lkh und habe um eine op "gebettelt"
wurde am selben tag noch gemacht!
ich war 2 wochen im krankenhaus, da meine wunde relativ groß war (10cm lang, 6 cm tief und 5 cm breit). wenn ich allerdings lese was ihr für Größen habt, dann habe ich ja direkt glück ;)

Weil meine Wunde nicht im geringsten heilen wollte, bekam ich schon nach 4 tagen eine suprasorb vakuum-anlage, mit unterdruck und schlauch und pumpe.

diese habe ich auch jetzt noch angeschlossen, nervt zwar, aber so kann alles langsam von innen nach außen ohne höhlen ect. zuwachsen ohne erneute entzündungen. dieses gerät ist das neueste der plastischen chirugie und hilft wirklich sehr. ich kann damit zuhause so gut wie alles mahcen.

die kosten von 1.500€ muss ich vorstrecken, es wird aber zu 80% von der kassa und zu 20% von der pharmafirma übernommen, also kostet mich das im grunde nix.

vl. gibt es dieses angebot ja auch in deutschland, fragt mal nach, nur nicht alles hinnehmen was die ärtze einem sagen - nachfragen!!!!

wenn ihr genaueres wissen wollt, dann fragt mich, kopf hoch - auch bei mir wird es noch einige zeit dauern, aber ich denke positiv - anders bringt es einen nicht weiter.

lg M.
 
Gunnar85  sagt am 10.08.2010
Hallo!
Mir steht das "Übel" noch bevor! :(

Hatte vor einigen Jahren schon die Steißbeinfistel entdeckt, aber wusste nie was es ist und ob es normal ist. Nachdem ich manchmal bis selten Entzündungen an der Stelle hatte (das erste mal wurde es dick als ich im Schwimmbad gerutscht bin),ging ich mit etwas scham und der Einstellung "scheiss drauf, da musste jetzt durch" zum Hausarzt.

Der war ganz Interessiert, wie ich das Ding denn entdeckt hätte usw und riet mir leider, am besten nichts dran machen zu lassen, weil die Wundheilung und die anderen Komplikationen nicht gerade einfach wären und gab mir immer Antibitiokum, sofern die Entzündung zu stark ist. Dies half auch eiegtnlich immer gut, jedoch habe ich jetzt Erfahren, dass man damit nicht warten sollte und es niemals besser, eher schlechter wird.

War also beim Proktologen, der hat mich so würde ich behaupten, gut beraten, jedoch habe ich gleich noch einige Fragen.

Behandlung: Die Fistel soll operativ entfernt werden, Fistelgänge sollen eingefärbt werden und so viel wie nötig weggeschnitten werden. Wieviel wirklich weg müsse, könne man nur bei der OP feststellen :(

Jetzt soll das ganze bei Vollnarkose gemacht werdne und ich werde 2 Stunden nach der OP entlassen, Freundin bringt mich nach Hause.

Jetzt die großen Fragen!?!!??

1.Würdet ihr die Methode, also offene Wunde empfehlen, dauere zwar länger, sei aber sicherer?

2.Kann man soetwas selbst zu Hause versorgen bzw von Freundin versorgen lassen, doer ist ein Krankenhausaufenthalt ratsamer???

3.Nach Welcher Zeit kann man wieder schonmal normal Sitzen - wegen Vorlesung besuchen?

( Werde vom Proktologen Dr. Jürgen Holl-Wiedemann in 6 Wochen operiert, eigentlich beginnt mein Semester eine Woche später wieder, bin am überlegen, ein Urlaubssemester oder ähnliches einzureichen, falls Wundheilung länger dauert)
 
martina01  sagt am 12.08.2010
Hallo Gunnar 85,

nachdem du erst in 6 wochen operiert wirst, dürfte es ja nicht ganz so akkut sein wie bei mir. meine arbeitskollegin hat das jetzt auch, allerdings in abgeschwächterer form. sie war nie im krankenstand und kann eigentlich alles normal machen, auch sitzen. ich denke ganz entscheidend ist auch die stelle wo du aufgeschnitten wirst, ich wurde genau zwischen den pobacken aufgemacht, meine kollegin dagegen direkt am rückenende, vor dem popo. sie kann nach 3 tagen sitzen, ich hatte gestern nach 2 monaten krankenstand meinen ersten arbeitstag, es geht ganz gut.

zu deinen fragen: ich bin kein arzt, aber ich habe noch immer eine leicht offene wunde, die mich nicht wirklich stört. mir haben alle ärzte gesagt, dass dies viel besser ist, weil das entfernte gewebe so langsam stück für stück nachwachsen kann, ohne erneute höhlen - somit kaum mehr entzündungsgefahr. wenn gleich zugenäht wird, ist es oberflächlich zwar schneller zu, aber darunter kann sich ein loch bilden (kommt wahrscheinlich auch auf die größe an)
die verbände könnte dir deine freundin nach anleitung der ärzte sicher wechseln, ich fahre trotzdem alle 3 tage ins lkh, sicher ist sicher, ich geh kein risiko mehr ein.
vorlesungen dauern ja normal nicht länger als 2 stunden, da kann ich ein orthopädisches sitzkissen emppfehlen, es schaut zwar jeder blöd, aber was solls, besser als schmerzen beim sitzen , allerdings hatte ich so ein großes loch, dass ich nach einer woche nicht hätte sitzen können. - muss bei dir aber nicht so sein.

hoffe ich konnte dir irgendwie helfen, würde mich interessieren wie es bei dir weitergeht, wenn du noch fragen hast, ich gebe gerne meine erfahrungen weiter - hätte mich vor 2 monaten auch über unterstützung gefreut ;) wird schon gutgehn
alles liebe
 
Gunnar85  sagt am 12.08.2010
Hi Martina!

ja bei mir ist es nicht akut, nur manchmal halt bisschen dickere Beule, die aber ansonsten imemr zu fühlen ist. Ich dachte zuerst das wäre vom Steißbein irgendwie ein Knochenstück oder Überbleibsel und hatte es vorher nie in den Zusammenhang mit dem kleinen Loch unter dem Steißbein gebracht. Bei mir ist es ca 1cm nach Anfang des "Maurer Dekoletes" ^^ und das Loch ist ca 1mm groß.
Ich hab auch lieber ne größere Wunde, so doof das klingt, als aber später nochmals Beschwerden.

Ja ne Vorlesung dauert 90 Min, die sitzt man aber komplett und mind die Häfte der Räume Tribühnenaufbauten zum sitzen, d.h. man sitzt nach vorne gebeugt zusammengeengt und nicht entspannt gerade, zudem auch noch auf Holzklappstühlen bzw untersetzern.

Und das den ganzen Tag von morgens bis Nachmittags.... :*

Naja mal sehn, wie schlimm es wird, da muss ich jetzt durch!

Wie alt biste denn, wenn ich fragen darf *ups schon getan* ^^, weil dowas ja in der Regel im mittleren Lebensalter passiert.

Danke für deinen Beitrag und schönes WE!

lg Fabian
 
martina01  sagt am 12.08.2010
hy,

ja ich hatte das glück meinen 25 geburtstag im lkh verbringen zu dürfen. Meine ärzte haben auch gesagt, wenn sowas kommt, dann zw. 20 und 30, meine kollgein fällt da auch rein!

ich weiß nicht, ob du meinen frühere beitrag auch gelesen hast, aber bei offener Wundheilung, kann ich ein vac bzw. suprasorb echt nur empfehlen, da musst du selber nicht in der wunde rumarbeiten, machen die im lkh alle paar tage neu. es ist mit einer hauchdünnen folie abgedeckt, damit ein unterdruck entsteht und wird dann von einem schlauch abgesaugt. so kann sich nichts entzünden, weil ja abgedeckt - und allein die vorstellung mir da hinten was rein - und raus zu machen war einfach schrecklich. war außerdem völlig schmerzfrei!
ich hab das teil bekommen, da meine wunde ja doch ca. 7 cm tief war und sich eine Wundheilungsstörung gebildet hat.
dann alles gute!!!! lg
 
Lars  sagt am 14.08.2010
So ich poste mal kurz und knackig eine kurze Meinung hier rein..werde morgen per Laptop noch mal nen langen Bericht reinstellen..
Ich wurde am Mittwoch das zweite mal wegen einer Steißbeinfistel operiert..die erste Op war im März 2009. Das die offene Wundheilung hat damals bis ca 15.5.2009gedauert.kann die Daten so gut belegen,da meine Mutter (Fachkrankenschwester) beim Verbinden eine Fotostrecke der Wunde geknippst hatte..
Nun habe ich eine rezedive Steißbeinfistel gehabt und war mal wieder 4 Tage im Krankenhaus. Der Verbandswechsel tut wie beim ersten mal sehr weh so das ich vorher oder spätestens danach eine ibu 600 zur Schmerzlinderung schlucken muss..dazu sollte man sagen, dass man Schmerzmittel nicht dauerhaft einnehmen sollte, außer sie sind vom Arzt wegen Chonischen Leiden verschrieben..
Nun ja meine jetzige Wunde ist wieder Faustgroß..ich kann jedoch dieses mal mich schon nach vorne gebäugt auf einen Stuhl setzen.dies ging beim letzten mal nicht so schnell.. Villeicht liegt es auch daran, dass ich den Chirurgen gewechselt hatte..
Nunja wollte hier nur kurz sagen das man sich nicht unterkriegen lassen darf auch wenn die Wundheilen meist sehr lang und schmerzvoll ist..Kopf hoch zumindestens ist das meine Devise die mir immer weiter geholfen hat.. Shit Happens Life is boing on^^
Gruß Lars
 
Patricia20  sagt am 08.09.2010
Hallo! Also ich bin schon 2 Mal operiert geworden und meistens war es sehr tief, die Wundheilung ist auch etwas langsam, naja auf jeden Fal muss ich heuer noch einmal operieren gehen, aber es darf nicht entzunden sein den sie wollen bei mir die große Op machen wo die ganze Kapsel entfernt werden soll, das heißt längerer Heilungprozess, aber dafür hab ich eine 90%ige Chance das es nie mehr kommt, und das möchte ich jetzt durchziehen, den das ewige hin und her jedes Jahr kannst operieren gehen das möchte ich nicht mehr, naja bin echt neugierig wie das ausgehen wird und wie die Schmerzen sind etc. Hat vielleicht schon jemand damit Erfahrung gemacht???? Dann bitte schreibt mir euer "Erlebnis" würd mich sehr freuen!!
 
Biene183  sagt am 08.09.2010
Hallo! Also ich bin schon 2 Mal operiert geworden und meistens war es sehr tief, die Wundheilung ist auch etwas langsam, naja auf jeden Fal muss ich heuer noch einmal operieren gehen, aber es darf nicht entzunden sein den sie wollen bei mir die große Op machen wo die ganze Kapsel entfernt werden soll, das heißt längerer Heilungprozess, aber dafür hab ich eine 90%ige Chance das es nie mehr kommt, und das möchte ich jetzt durchziehen, den das ewige hin und her jedes Jahr kannst operieren gehen das möchte ich nicht mehr, naja bin echt neugierig wie das ausgehen wird und wie die Schmerzen sind etc. Hat vielleicht schon jemand damit Erfahrung gemacht???? Dann bitte schreibt mir euer "Erlebnis" würd mich sehr freuen!!
 
Fistehasser  sagt am 15.09.2010
Mitte Mai operiert an der sch... Fistel, nachdem ich nicht mehr einen Schritt machen konnte. 2 Monate krankgeschrieben, bei 7x6x4cm offener Wunde. Knapp 3 Monate später ist nun alles zu, ab und an hab ich noch Schmerzen im unteren Rücken. Ärzte sagen ist es einmal operiert, ist die Gefahr zu 90% gebannt das es nicht wiederkommt. Die restlichen 10% haben hier ja auch schon ihren Kommentar zu abgegeben, schön ist anders. Gute Genesung allen Leidenbsgenossen.
 
Sinuspilonidalis  sagt am 28.08.2011
Hallo zusammen!
Ich kann gut mit euch mitfühlen.
Ich bin nun 24 Jahre alt und wurde auch bereits 4-mal operiert.
Die ganze Geschichte hat im Dezember 2007 angefangen. Ich hatte plötzlich Blut in meinen Unterhosen. Zuerst dachte ich es seien Hämoriden. Doch bei den Untersuchungen im Spital hat man Steissbeinfisteln festgestellt. Ich hatte vorher noch nie etwas von dem gehört.
Im Januar 2008 musste ich dann ins Spital. Bei der Operation wurden die Fisteln ausgeschnitten und die Wunde offen gelassen. Nach vier Tagen konnte ich dann nach Hause gehen. Ich habe dann mehrmals täglich die Wunde ausgeduscht und neu verbunden. Nun war fast ein Jahr vergangen und das Loch war noch immer nicht ganz verheilt. Im Juli 2008 habe ich dann wieder zwei kleine Löcher entdeckt. Nach einer erneuten Kontrolle hat man wieder Fisteln festgestellt. Ich ging dann aber zuerst in die Sommerferien. Das Salzwasser im Meer hat mir echt gut getan. Das Loch war nun praktisch ganz zugewachsen. Alles jedoch um sonst. Im Oktober 2008 wurde ich das zweite Mal operiert. Auch dieses Mal hat man die Löcher (zwei Stück) offen gelassen. Nun ging alles wieder von vorne los. Ausduschen und verbinden. Nun waren bereits zwei weitere Jahre vergangen und die Löcher waren noch immer nicht ganz zugeheilt. Im Februar 2011 habe ich dann wieder einmal zwei kleine Löcher festgestellt. Im Spital hat man mir zugesichert, dass man eine neue Methode anwendet und die Wunde sehr schnell zuheilen werde. Mitte März 2011 wurde ich dann bereits zum dritten Mal operiert. Dieses Mal wurde die Methode des Limberg-Lappen angewandt und die Wunde ganz zugenäht. Es wurde eine Drainage angebracht, damit die Flüssigkeiten abfliessen können. Nach drei Tagen hat man diese dann bereits wieder weggenommen. Zuerst sah alles ganz gut aus. Nach acht Tagen jedoch hatte ich an zwei Stellen etwas Eiter. Die Fäden mussten an diesen Stellen frühzeitig herausgenommen werden. Die zwei Stellen sind dann wieder aufgegangen. Nun hat man entschieden, die zugewachsenen Narben wieder aufzuschneiden und die Wunde nochmals auszuräumen. Bereits bei der Operation wurde der VAC-Verband angebracht. Diesen habe ich dann ganze sieben Wochen getragen. Die Wunde hat dann so ausgesehen, als wäre sie zugeheilt. Nach weiteren zwei Wochen hat man wieder zwei kleinere Löcher festgestellt. Also wurde wieder ein VAC-Verband angebracht. Nach weiteren neun Tagen hat man diesen wieder weggenommen. Da ich einen Sprachaufenthalt machen wollte hat man mir gesagt, dass das kleine Loch einfach ausgeduscht werden müsste und nichts passieren könne. Also bin ich dann nach Kanada gereist. Dort hat am Anfang alles gut ausgesehen. Nach der ersten Woche jedoch ist die ganze Wunde wieder aufgegangen und hat stark geblutet. Am nächsten Tag bin ich dann notfallmässig zu einem Arzt gegangen und weitere fünf Tage später musste ich meinen Sprachaufenthalt in Vancouver bereits frühzeitig abrechen. Dies ist doch einfach nur mühsam. Ich hatte vor für 4 Monate in Kanada zu bleiben. Zu Hause angekommen bin ich zu einem anderen Arzt gegangen. Dieser hat das Blut auf eine Blutgerinnungsstörung untersuchen lassen. Doch die Werte sind ganz normal. Zusätzlich musste ich den Beckenbereich und den Enddarm schichtröntgen lassen. Doch auch dort ist nichts aufgefallen. Neue Fistelbildungen konnten auch nicht gesichtet werden. Nun laufe ich bereits seit vier Wochen mit der offenen Wunde herum. Seit zwei Wochen habe ich auch wieder Eiter in der Wunde. Momentan kann ich nur mehrmals am Tag duschen und Sitzbäder machen. Geblutet hat das Loch auch immer wieder. Nun ist es mit dem Bluten besser geworden. Es kommt nun nur noch Wundsekret und Eiter aus dem Loch. Schmerzen habe ich praktisch keine. Vor einer guten Woche habe ich das Problem noch meinem Hausarzt geschildert und der hat nochmals Blutproben genommen. Eine Entzündung konnte keine festgestellt werden. Antipiotikum muss ich bis heute keines einnehmen, was ich nicht ganz verstehen kann. Nun warte ich immer noch auf ein Aufgebot des Spitals für eine weitere Untersuchung bei einem anderen Arzt. Ich weiss langsam nicht mehr was ich machen soll. Ich kann fast nicht sitzen. Arbeiten kann ich gar nicht. Man sagt nur immer wieder, dass ich nochmals operiert werden müsste und ein weiterer VAC-Verband angebracht werden muss. Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn man die Wunde nochmals richtig säubert, diese offen lässt und von innen nach aussen zuwachsen lässt. Da der VAC-Verband und das zunähen nichts gebracht haben kommt für mich nur noch die offene Variante in Frage. Eventuell könnte man dann zum Schluss die Wunde immer noch zunähen, wenn diese von innen nach aussen zugewachsen ist. Ich werde auf jeden Fall die Haare bei dieser Region weglasern lassen. Die Kostengutsprache von meiner Krankenkasse habe ich bereits erhalten. Ich habe nun ein Jahr um dies zu erledigen. Doch momentan ist dies unmöglich. Die Wunde muss ja geschlossen sein.

Weiss nicht mehr weiter. Es ist einfach nur mühsam.
Habt ihr vielleicht noch eine Idee?
 
pitpot  sagt am 22.09.2011
Mein Sohn hatte mit 16 die OP. Nach der OP mußte die Wunde immer offen gehalten werden, damit alles von innen zuwächst. Zur Heilung wurde nur täglich nach dem Sitzbad, Traubenzucker reingetan. Richtig das ganze Loch voll. Nach einem Monat war die Wunde komplett verheilt. Und er hatte seit dem auch keine Probleme mehr. Er ist jetzt 26.
 
Schwamm  sagt am 01.10.2011
Hallo,
Schaut euch den Link an mir hat es geholfen, kann ich vollstens empfehlen.

http://foru[Link anzeigen]

Alles Gute.
Schwamm
 
lana7  sagt am 28.12.2011
Hallo, besteht dein Problem immer noch?
Hab die ganze Leidensgeschichte bei meinem Freund mitbekommen und nachdem wie in Heidelberg in der Uniklinik waren, sind wir sehr zufrieden. Falls du Fragen hast, meld dich einfach!
 
rudi0010  sagt am 11.01.2012
Hallo,
habe am 20.012.11 meine OP gehabt.
Morgens 9,00 ins kkh 12,30 OP Sinus P... mit Abzess, 14,30 war ich wieder wach im Aufwachraum.
Auf Station bekam ich noch einen Tropf mit Schmerzmedikamenten und schlief bis 16,30 danach war alles bestens.
gegen 17,00 kam meine Frau und ich war mit Ihr erst mal Kaffeetrinken in der Kaffeteria!!!
Am nächsten Morgen war Visite und ich wurde entlassen.
ICH fuhr mit Auto nach Hause!!! Meine Wunde war ca. 8cm lang und ca.4,5cm tief! Es hat also fast ein Hünerei hineingepasst.
Meine Frau ist OP-Schwester die mich also kompetent verbinden konnte bzw. kann.Aber auch nur mit kompressen und nix weiter.1X in der Woche muss ich zur Chirurgie zur Kontrolle, aber bisher alles bestens. Bin auch schon wieder..wenn auch nur kleine Sachen...arbeiten!!! Mal sehen erste Februarwoche wollen wir Skifahren !???
Ich wünsche allen gute besserung!!!
 
Terra  sagt am 21.04.2012
Hallo liebe Leidensgenossen,
Zu aller erst, möchte ich jeden, der einen Sinus Pilonidalis hat erstmal beruhigen. Es gibt auch OP Methoden, die nicht so brutal sind und schnell verheilen!
Aber erst mal zu mir:
Anfang Dezember 2011 habe ich gemerkt, dass ich einen Pickel in der Pooritze habe. Ich dachte auf jeden Fall, dass es ein Pickel ist.
Als dieser dann nach einem Monat immer noch da war, dachte ich, dass ich mal einen Arzt aufsuchen könnte. Dieser wird mir bestimmt eine Creme verschreiben und fertig. Naja.

Also ich ging zum Arzt und dieser sagte, es währe ein Sinus Pilonidalis. Dieser müsse großflächig herausgeschnitten werden. Also ab zum Chirurgen. Dieser erklärte mir die OP Methode und ich wollte erstmal Zeit zum überlegen.
Dann habe ich mich im Internet erstmal Informiert und mir wurde echt schlecht. Ich habe wirklich Angst bekommen.
Dachte ich bekomme eine Creme und jetzt soll mir ein großes Stück Fleisch aus meinem ... raus geschnitten werden. Das kann es ja nicht sein.
Also weiter im Internet gesucht und die pit picking Methode gefunden.
Bei dieser wird lediglich ein kleiner Schnitt an der Poobacke gemacht und die Fistel irgendwie rausgezogen.
Also Termin ausgemacht und anschauen lassen. Die Ärztin sagte, wir können operieren und eine Termin zur OP, zwei Wochen später ausgemacht.
Am Tag der OP bin ich mit meinem Vater zur Klinik gefahren. (Die pit picking Methode machen nicht viele in Deutschland und mein Allgemeinarzt kannte diese gar nicht. Er wollte mir die typische Methode einreden)
In der Klinik angekommen, kurz gewartet und los ging es:
Auf die Liege gelegt, eine Betäubungsspritze in den Poo bekommen und nach 10 Minuten war alles vorbei.
Mir ging es super und ich hatte halt nen Verband am Poo.
Mit meinem Vater wieder heimgefahren, wobei ich glaube, dass ich sogar selbst hätte fahren können. Soll man aber nicht.
Am nächsten Tag zum Allgemeinarzt die Tamponade entfernen lassen. Dann habe ich selbst jeden Tag ein großes Pflaster drauf und regelmäßig gewaschen. Ich sollte nur aufpassen, dass nur Wasser und sonst nichts in die Wunde kommt. Und nach 2 Wochen konnte ich wieder alles machen. Laufen, Schwimmen, Sauna, einfach alles.
Ich hatte in der Zeit nie schmerzen und habe wirklich nichts getan ,außer mich regelmäßig geduscht und ein Pflaster drauf.
Ich war nach der OP 3 Tage krank geschrieben. Auch in dieser Zeit hatte ich keine Probleme.
Die Narbe, die ich jetzt habe, ist ca 2 cm lang und 0.1 cm breit und befindet sich ca 1 cm neben der Pooritze.
Wie die Wunde frisch war, sah diese aus, als hätte mich jemand mit einem Messer in die Poobacke gestochen. Die Wunde wurde zwar nicht zugenäht, aber sie war ja so klein. Also überhaupt nicht schlimm und auch nicht eklig.

Informiert euch bitte einfach, bevor ihr euch irgendwas aufquatschen lasst. Ich habe es nicht bereut und meine Geschichte stimmt wirklich.

Falls ihr was wissen wollt. Meldet euch einfach bei mir und ich werde versuchen euch zu antworten.

Kopf hoch
Grüße Terra
 
olaf  sagt am 17.05.2012
Hallo Leute,
Ich bin 17 Jahre alt und hatte meine Op Vorgestern. Bei mir muss die Wunde auch offen bleiben und hat etwa die Größe einer Faust. Ich konnte aber direkt nach der Op wieder nachhause und konnte auch unmittelbar danach wieder sitzen und auf dem Rücken liegen. Schmerzen hatte ich danach auch keine und musste bis jezt keine tabletten oder so schlucken. meinen Verband soll ich jeden 2 tag wechseln und ab nächster woche jeden tag ausspülen.
Gruß Olaf
 
bukki  sagt am 19.07.2012
huhu ihr Alle....

nu hab ich den Weg mal endlich gemacht.Vor lauter Scham nie zum Proktologen gegangen.
Heraus bin ich mit einer Krankenhauseinweisung gekommen.Ich soll mich im Bundeswehrkrankenhaus Berlin erstmal nochmal ambulant vorstellen.

Diagnose beim Proktologen:Ausgedehnter Sinus pilonidalis mit glutealer Fistel.

Könnt ihr mir sagen,was mir da vielleicht bevorsteht???

Ich habe ja nun gar keine Ahnung :-(((

Vielen dank für Eure Antworten im voraus....Bukki
 
Pilonidalis  sagt am 26.07.2012
Hallo!

Ich hatte bislang 6 Operationen infolge der Steissbeinfistel.

Wenn es bei Dir die erste Operation ist, dann würde ich auf jeden Fall einen Plastischen Chirurgen hinzuziehen.

Für mich kommt nach sehr langer Krankheit (über 4 Jahre) nur noch ein Plastischer Chirurge in Frage.

Mein Bruder hatte auch eine Steissbeinfistel-OP. Offene Wundheilung / Folge Wundheilungsstörung.

Er wurde vor 4 Wochen von einer Plastischen Chirurgin mit der Limberg-Lappen-Technik operiert.
Dabei wird das erkrankte Gewebe bis auf die Knochenhaut herausgeschnitten und danach mit dem eigenen Gewebe von der Pobacke gefüllt. Das Gewebe wird mit dem gesamten Fettgewebe von der einen Pobacke in die geöffnete Wunde verpflanzt. Das hineingebrachte Gewebe wird nun mit einer speziellen Nahttechnik und auflösenden Fäden innerlich vernäht. Danach wird der Lappen von der Pobacke herübergeklappt und zugenäht. Das entstandene Loch in der Pobacke wird zugenäht. Nun hat man eine geschlossene Wunde, welche keine offene Wunde mehr ist, da der Gewebedefekt komplett mit dem eigenen Körpergewebe gefüllt ist.

Aber unbedingt einen Plastischen Chirurgen hinzuziehen. Ein Allgemeinchirurg wird Dir eine offene Wundheilung empfehlen, doch dies ist oft sehr schmerzhaft und führt nicht wirklich zum Erfolg. Das Gebildete Granulationsgewebe bei einer offenen Wundbehandlung ist sehr schwach und kann jederzeit wieder aufgehen!
Zudem wird oft behauptet, dass die entstandene Wunde zu gross ist um zu vernähen und das auch nur, weil man zu stolz ist einen geschulten plastischen Chirurgen zur Hilfe zu nehmen. Die Limberg-Lappen-Technik ist eine plastische Operation und kann von einem Allgemeinchirurgen nicht fachgerecht operiert werden.
Ich wünsche auf jeden Fall gute Besserung!
 
bukki  sagt am 26.07.2012
omg..na da steht mir ja was eventuell bevor. :-( und ich dachte,es gibt vielleicht noch Alternativen zur OP.Auf jeden Fall gehe ich erstmal am 15.8. zur nochmaligen Untersuchung.
Ich bin dir sehr dankbar für die Ausführungen,Pilonidales!!!
Ich werde diese Technik ansprechen.

lieben Gruss,Burkhard
 
absche  sagt am 10.08.2012
hi,
hab da auch mal eine Frage.
Nachdem ich kaum noch einen Schritt gehen konnte und nicht mehr sitzen konnte ging ich zu meinem Hausarzt. Dieser verschrieb mir jeglichen Mist. Nachdem die Schmerzen immer schlimmer wurden ging ich zwei Tage später erneut zu meinem Hausarzt. Dieser verwieß mich dann an eine Doktorin der Chirurgie. Dort stellte man fest, dass ich links zwischen den Pobacken^^ unterhalb des Steisbeins eine, ich glaube Zyste habe. Diese wurde sofort rausgeschnitten.
Meine eigentliche Frage ist, wie lange es ca. dauert, bis die Wunde wieder zugeheilt ist. In die Wunde muss tägich eine Art frische Watte gestopft werden, die wohl den Heilungsprozess beschleunigen soll. Ich schätze die Wunde auf ca 2x1x1cm. Außerdem blutet die Wunde immernoch. Es ist jetzt 8 Tage her, seit die Zyste entfernt wurde. Am Montag soll ich wieder arbeiten gehn. Sitzen ist immer noch unangenehm, auf dem Rücken liegen geht auf Keinsten und wer will schon mit einem blutenden A.... arbeiten gehen. Meine eigentliche Frage nochmal, wie lange dauert die Wundheilung ca. und wann stoppt das Bluten (blutet nicht stark, aber es nervt). Hoffe hier weiß jmd. bescheid, danke.

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