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Yoga 

Lesezeit: 3 Min.

Körper und Geist vereint...

Was ist Yoga?

Yoga ist eine indische Lehre, die sich auf philosophische Weise mit Körper und Geist beschäftigt. Dabei umfasst Yoga verschiedene Arten der Auseinandersetzung mit den beiden genannten Aspekten. Es existieren verschiedene geistige und körperliche Übungen. Diese reichen von Meditation bis hin zur asketischen Lebensweise.
Wörtlich übersetzt bedeutet das aus dem Sanskrit stammende Wort Yoga in etwa „anspannen oder anjochen“. Die beiden Bergriffe werden hierbei nicht als Zwang verstanden, sondern drücken den Versuch aus den Körper mit der Seele in Einklang zu bringen und beide in ein gemeinsames Konzept zu integrieren.

Das Erreichen des Ziels ist in den verschiedenen Richtungen unterschiedlich definiert.
Ein Grundprinzip des Yoga ist jedoch in allen Wegen die Konzentration und Sammlung der Sinne. Dabei ist Yoga ein ganzheitliches Konzept, welches das Ziel anstrebt, den Körper, den Geist und die Seele in Einklang zu bringen.Die traditionelle Auffassung vereint wissenschaftliche und spirituelle Elemente. So soll die Lebensenergie stimuliert werden durch eine Kombination aus Mantras, bestimmten Köperhaltungen und Bewegungsabläufen. Das moderne und alltagstaugliche Yoga beschäftigt sich hauptsächlich mit der Meditation und dem körperbezogenen Aspekt. Eine Askese wird nicht mehr angestrebt.

Durch die „Kommerzialisierung“ des Yoga sind auch einige neuen Yoga-Arten erfunden worden. Das aus Amerika stammenden „Poweryoga“ und das Mikram Yoga gehören als Beispiele zu dieser neuen Richtung. Inzwischen existieren sogar spezielle Schwangerschafts-Yoga-Kurse.

Die Geschichte von Yoga

Geschichtlich kann man Yoga bis ca. 700 v.C. zurückverfolgen. In den Anfängen war Yoga der Versuch die eigenen Sinne aus der Umgebung zurückzuziehen und sich auf den eigenen Körper zu besinnen. Das Mittel zum erreichen dieses Ziels wurde in einfachen Atem- und Konzentrationsübungen gesehen.
Yoga war von Anfang an als ein spiritueller Weg zu sehen. Eine Form war zunächst der Versuch möglichst lange in einem speziellen Sitz, dem so genannten Lotus-Sitz zu verharren und dabei die Umgebung auszublenden. Die positiven Auswirkungen dieser Konzentrations- und Kräftigungsübungen auf den gesamten Organismus und das Wohlbefinden des Meditierenden wurde mit der Zeit beobachtet.
Die philosophischen Grundlagen gehen zurück auf den indischen Gelehrten Patanjali. Er formulierte seine Gedanken im Yoga Sutra. Andere Schriften wie etwa die Bhagavad Gita, eine der zentralen Schriften des Hinduismus, informieren über die Grundgedanken des Yoga.

Daher liegen die Wurzeln des Yoga in Indien und damit vorwiegend im Buddhismus und Hinduismus. Das Individuum wird in der Lehre des Yoga als Teil des Ganzen gesehen. So ist die Seele ein „Reisender“ im körperlichen Dasein. Dieser philosophische Hintergrund ist ein bedeutender Punkt der zum Verständnis des Yoga unabdingbar ist.
Insgesamt existieren 4 klassische indischen Schriften über die verschiedenen Yogawege. Raja Yoga ist die von Patanjali begründete Form. Sie ist meditativer Natur. Das Yoga der Erkenntnis wird Jnana Yoga genannt. Es ist eine mehr intellektuelle Form.

Karma Yoga stellt das selbstlose Handeln in den Vordergrund. Beim Bhakti Yoga sind Verehrung und Hingabe die höchsten Prinzipien.

Für wen ist Yoga geeignet?

Yoga kann inzwischen als eine Weltumfassende Meditations- und Philosophierichtung begriffen werden. Menschen in aller Welt praktizieren heute Yoga. Es ist hierbei zweitrangig welcher Religion oder Weltanschauung man nachstrebt. An höchster Stelle stehen für einen Yogi stets das spirituelle Grundprinzip, der Versuch des Zurückziehens aus dem Alltagsleben, sowie das Ziel den Körper und Geist durch Selbstreinigung zu stärken.

Modernes Yoga wird oft und gerade für Anfänger in Kursen gelehrt. Der Yogameister/Lehrer gibt Anweisungen zum Erlernen der verschiedensten Übungen. Auf Grund der variablen Richtungen des Yoga gibt es keinen einheitlichen Weg den man beschreiben könnte. Die Übungen können Atemübungen, Reisen ins Unterbewusstsein oder Kräftigungsübungen beinhalten.

Yoga sollte allerdings nicht als Sport begriffen werden bei dem man schnelle Erfolge erlangen kann.
Yoga ist eine Lehre. In der Grundidee des Yoga steckt schon, dass man diese nicht vollkommen erlernen oder beherrschen kann. Das Streben nach geistiger Reinigung, sowie neuen Erkenntnissen ist das Grundprinzip, dem jeder Yogi nachstrebt.

Yoga kann allerdings bei körperlichen Beschwerden helfen. Andere sehen Yoga mehr als einen Ausgleich zur Hektik des Berufslebens oder des allgemeinen Alltags. Bei chronischen Kopfschmerzen, sowie Durchblutungs- und Schlafstörungen wurden durch Yoga nachweislichen Besserung erzielt.
So ist Yoga für alle Menschen eine Möglichkeit sich durch diese Lehre mit sich selbst, dem eigenen Körper und der Umwelt zu befassen. Es gibt neben den Yogakursen in diversen Schulen auch viele Bücher die einfache Meditations- und Atemübungen erklären. So kann ein jeder mit wenig finanziellem Aufwand und ohne spezielle Kurse Yoga betreiben.

Fazit

Yoga ist eine gute Möglichkeit der Hektik des Alltags, dem Stress des Berufslebens oder den negativen Gedanken zu entfliehen. Es muss jedoch viel Konzentration und Disziplin aufgebracht werden. Denn schon die einfachsten Übungen sind oft sehr schwierig durchzuführen. 10 Minuten an nichts denken ist sehr viel schwieriger als ein Anfänger denken mag. Yoga ist zugleich eine Philosophie, eine Lehre, eine Art der Selbstreflexion und ein Weg.

Wie dieser Weg zu begehen ist, muss jeder Yogi für sich selbst herausfinden. Die Übungen können nur als Anhalt und Hilfsmittel betrachtet werden.
Der positive Effekt auf Körper und Geist sind unbestritten.
Nicht zuletzt die Verbreitung in der westlichen Welt hat gezeigt, dass Yoga auch in der heutigen Zeit großes Interesse weckt und Anklang findet.

Letzte Aktualisierung am 28.07.2008.
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