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Krafttraining

Lesezeit: 2 Min.

Ein trainierter Körper...

Was bedeutet Krafttraining?

Krafttraining ist eine Sonderform des allgemeinen Körpertrainings, zu dem auch diverse Sportarten zählen. Ziel des Krafttrainings ist im Allgemeinen die Förderung der Muskelfunktion. Individuell kann dabei der optische Aspekt (etwa beim Bodybuilding) oder der funktionelle Aspekt (Steigerung der muskulären Leistungsfähigkeit) im Vordergrund stehen.

Wie wird Krafttraining betrieben?

Damit ein Muskel wachsen kann, benötigt er einen Wachstumsreiz. Da stark entwickelte Muskeln auch im Ruhezustand viel Energie verbrauchen, ist der Körper generell darum bemüht, die Muskelmasse auf einem funktionellen Minimum zu halten, so dass der Energieverbrauch des Körpers minimiert wird. In der Praxis bedeutet das, dass man dem Körper gewissermaßen einen Grund liefern muss, an Muskelmasse zuzulegen.
Ein Wachstumsreiz kommt dann zustande, wenn dem Körper große Belastung abverlangt wird. Durch starke Belastung kann es im Muskelgewebe zu sehr feinen Rissen, sogenannten Mikrotraumata kommen. Diese mikroskopischen Verletzungen signalisieren dem Körper, dass der vorhandene Muskel der Beanspruchung nicht gewachsen war. Der Körper wird daher bei der Regeneration (Reparatur der erlittenen Mikrotraumata) den Muskel über den Grundzustand hinaus verstärken, man spricht auch von Überkompensation.
Beim Krafttraining wird meist mit Gewichten (beispielsweise Kurz- oder Langhanteln) oder Gegenkräften (beispielsweise über Zugseilen) gearbeitet, um dem zu trainierenden Muskel eine Belastung zu geben. Die durchgeführte Bewegung wird dabei mehrmals wiederholt. Da an einer bestimmten Bewegung meist nur einer oder wenige Muskeln beteiligt sind, existieren eine Vielzahl von Übungen, um verschiedene Muskelgruppen anzusprechen und somit den gesamten Körper zu trainieren.
Mindestens ebenso wichtig wie die Belastung ist allerdings die Regeneration. Um die erlittenen Mikrotraumata (die sich nach dem Training oftmals als der allseits bekannte Muskelkater äußern) zu reparieren, ist Ruhe des beanspruchten Muskels und eine hinreichende Nährstoffzufuhr (insbesondere Eiweiß) erforderlich. Um den Trainingseffekt zu maximieren, wird daher nach jedem Trainingstag eine Pause von mindestens einem Tag eingeschoben. Wird diese Regenerationsphase vernachlässigt, kann es zu Überbelastung kommen; der Körper ist in diesem Fall nicht in der Lage, die erlittenen Schäden vollständig zu kompensieren.

Für wen ist das Krafttraining geeignet?

Prinzipiell ist Krafttraining für jeden geeignet, der entsprechende Umsicht beim Training walten lässt. Kinder sollten jedoch wegen möglicher Wachstumsprobleme bei falscher Durchführung kein Krafttraining betreiben. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen. Bei auftretenden Schmerzen sollte man sofort das Training unterbrechen und nach der Ursache suchen, bzw. gegebenenfalls einen Arzt hinzuziehen. Bei falsch durchgeführten Übungen ist ein gewisses Verletzungsrisiko gegeben, deshalb sollte eine im Krafttraining unerfahrene Person erste Schritte unter Anleitung (beispielsweise im Fitnesstudio) durchführen.

Vor- und Nachteile des Krafttrainings

Die beiden naheliegensten Vorteile des Krafttrainings sind zum einen der optische Zugewinn (trainierte Körper sind im westlichen Schönheitsideal zumindest bei Männern oft erwünscht),zum anderen die Kraftsteigerung, welche sich in anderen Bereichen (sportliche Leistungen, körperliche Arbeiten) wiederspiegeln kann.
Nachteile des Krafttraings sind vor allem Verletzungsrisiken bei schlechter Durchführung der Übungen. Ein weiterer Nachteil kann bei einseitigem Krafttraining ohne ausgleichendes Konditionstraining auftreten: Durch das Krafttraining vergrößert sich die Muskelmasse und damit das Gesamtgewicht des Körpers; wenn gleichzeitig kein Konditionstraining stattfindet, kann das erhöhte Gewicht zu allgemeinen Konditionsproblemen wie z.B. beim Treppensteigen führen.

Fazit

Krafttraining ist eine einfache, relativ kostengünstige und nicht besonders zeitintensive Methode, die Leistungsfähigkeit und das Aussehen des eigenen Körpers zu verbessern. Wie bei allen Sportarten ist jedoch Mäßigung und Einfühlvermögen für den Zustand des eigenen Körpers geboten, damit aus einer prinzipiell gesundheitsfördernden Tätigkeit keine gesundheitsschädliche Tätigkeit wird.

Letzte Aktualisierung am 25.07.2008.
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