Folgen Sie uns auf  

Ernährung und Ernährungsmedizin

Der neue Trend: gesunde Ernährung

Stoffwechselvorgänge

Unser Stoffwechsel

 

Unser Stoffwechsel transportiert lebensnotwendige Stoffe in unserem Körper und wandelt diese um, wenn notwendig. ...

Nährstoffe

Nährstoffe

 

Für eine ausgewogene Ernährung sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wichtig. Die Stoffe werden auch als Nährstoffe bezeichnet. ...

Sportlernahrung

Sportlernahrung

 

Was ist Sportlernahrung? Im engeren Sinne umfasst sie Nahrungsergänzungsmittel, die das Leistungs- und Regenerationsvermögen des Sportlers steigern ...

Was ist gesunde Ernährung?

Gesunde Ernährung - kaum jemand hat nicht eine vage Vorstellung darüber, was man unter dieser "gesunden Ernährung" versteht. Klar ist, dass Pommes, Burger & Co nicht in die Rubrik der gesunden Ernährung fallen. Auch der fettige Döner gehört nicht dazu, obwohl er Salat enthält. Ebenso wenig ernährt man sich gesund, wenn man deftige Hausmannskost zu sich nimmt und im Anschluss daran die Vitamindepots im Körper mit einer Vitamintablette auffüllen möchte.

Dennoch muss man kein Spitzenkoch sein und ausgeklügelte Rezepte nachkochen, nur weil man sich gesund ernähren möchte. Ein guter Anfang ist es, wenn man sich Lebensmittel aussucht, die möglichst wenig vorbehandelt oder weiterverarbeitet sind. Die Karotten beim Gemüsehändler sind vitaminreicher, als die Möhren aus der Büchse. In einem ganzen Salatkopf sind mehr Nährstoffe enthalten, als in einem Fertigsalat, den man im Supermarkt kaufen kann. Ein guter Einstieg in eine gesunde Ernährung ist es, wenn man es schafft, mehrmals täglich Obst und Gemüse auf den Tisch zu bringen. Die optimale Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen soll dem Körper geliefert werden, wenn man am Tag fünf Obst- und Gemüsemahlzeiten zu sich nimmt. Das hört sich viel an für jemanden, der frische Lebensmittel bisher ignoriert hat. Die empfohlene Menge ist jedoch leicht in den Tagesablauf zu integrieren. Ein Glas frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück, einen Apfel als kleinen Snack, eine Gemüsebeilage zum Mittagessen und eine kleine Salatbeilage zum Abendbrot. Bei kohlenhydrathaltigen Lebensmittel gilt: Die Vollkornvariante ist dem Weißmehlprodukt vorzuziehen. Vollkornnudeln und Vollkornreis sättigen besser, als die industriell mehrfach verarbeiteten hellen Produkte. Vollkornbrot liefert wertvolle Nährstoffe, die in keinem Weißbrot zu finden sind und auch die Sättigung hält wesentlich länger an. Fleisch gehört nicht jeden Tag auf den Teller, Fisch sollte wenigstens zwei Mal in der Woche verzehrt werden. Milchprodukte gehören ebenfalls täglich auf den Speiseplan, allerdings ist ein Glas Milch kein Durstlöscher, sondern eine kleine Zwischenmahlzeit, welche den Körper unter anderem mit Eiweiß und Kalzium versorgt. Zu einer gesunden Ernährung gehört auch eine ausreichende Trinkmenge von mindestens zwei Litern am Tag. Dieser Flüssigkeitsbedarf sollte durch Mineralwasser und ungesüßten Kräutertee gedeckt werden. Limonaden und Kaffee sind nicht geeignet, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Besonders die zuckersüßen Limonaden greifen den Zahnschmelz an und führen dem Körper überflüssige Kalorien zu.

Was ist Fehlernährung bzw. Mangelernährung?

Eine Fehl- oder Mangelernährung kann zu gravierenden Krankheiten führen und den gesamten Körper schwächen. Der Körper braucht am Tag eine bestimmte Energiemenge, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Diese Energie erhält er durch die Nahrung. Erhält der Körper mehr Energie, als er benötigt, ist Übergewicht die logische Folge. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass ein Bauarbeiter, der körperlich sehr schwer arbeitet, eine höhere Energiemenge benötigt, als jemand, der den ganzen Tag im Büro sitzt. Es ist jedoch nicht egal, mit welchen Lebensmitteln die Energie dem Körper zur Verfügung gestellt wird. Sicher kann man auch Burger, Schokolade und Weißbrot verzehren. Das ist jedoch nicht sinnvoll. Berücksichtigt werden muss der Nährwert der einzelnen Lebensmitteln. Ein Weißbrot stillt den Hunger ebenso schnell wie ein Vollkornbrot. Durch das Vollkornbrot verspürt man jedoch ein längeres Sättigungsgefühl und greift nicht so schnell zum nächsten Snack. Je geringer der Nährstoffgehalt der einzelnen Lebensmittel ist, desto schneller wird man Nachschub brauchen. Das Resultat sind Fettpölsterchen, die man mit sich herumträgt.

Wer nicht auf den Nährstoffgehalt der Lebensmittel achtet, kann sehr schnell in eine Mangelernährung rutschen. Gesunde, vollwertige Nahrungsmittel liefern dem Körper nicht nur mehr wertvolle Energie, als es ein Weißbrot oder eine Tüte Chips schaffen würden. Sie enthalten auch viele wichtige Nährstoffe oder Vitalstoffe, welche die wichtigen Körperfunktionen unterstützen und stärken. Gerade Obst und Gemüse liefern nicht nur die allseits bekannten Vitamine, sondern auch bioaktive Pflanzenstoffe, die erst in jüngerer Zeit verstärkt in den Blickpunkt rücken. Dazu zählen beispielsweise Flavonoide und Carotinoide, die man in Zitrusfrüchten aller Art findet. Diese beiden Stoffe wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern sollen auch eine vorbeugende Wirkung gegenüber Krebszellen haben. Im Knoblauch sind schwefelhaltige Sulfide enthalten, welchen eine leicht antibiotische Wirkung nachgesagt wird. Weiterhin senkt Knoblauch nachweislich einen erhöhten Cholesterinspiegel und wirkt positiv auf die Blutgerinnung. Nur anhand dieser Beispiele wird deutlich, wie wertvoll die richtige Nahrung für den Körper sein kann. Im Gegenzug wird auch klar, wie schädlich eine Ernährung ist, welche dem Köper nicht die benötigten Stoffe zuführen kann.

Welche Erkrankungen können auf eine Fehlernährung zurückzuführen sein?

Werden dem Körper aufgrund einer Fehlernährung nicht die Stoffe zugeführt, die er benötigt, so sind Krankheiten vorprogrammiert. Manche Stoffe kann der Körper selber produzieren. Dazu gehört beispielsweise Vitamin D, das für gesunde Knochen und Zähne sehr wichtig ist. Andere Vitamine müssen dem Körper zugeführt werden. Eine gefürchtete Krankheit in früheren Jahren war Scorbut, an der viele Seefahrer erkrankt sind. Scorbut ist eine Vitamin-C-Mangelerkrankung, die anfangs zu Müdigkeit, Zahnfleischbluten und im weiteren Verlauf zu Muskelschwund und hohem Fieber geführt hat.

Krankheiten, die nicht durch fehlende Vitalstoffe, sondern durch ein Überangebot der falschen Nahrung hervorgerufen werden können sind Übergewicht (Adipositas) und der Diabetes. Menschen mit Übergewicht führen ihrem Körper eindeutig mehr Nahrung zu, als er verwerten kann. Das überflüssige Kalorienangebot wird vom Körper jedoch nicht ausgeschieden, sondern in den Fettdepots gespeichert für schwere Zeiten, beziehungsweise eine mögliche Nahrungsknappheit. Das mit dieser Nahrungsknappheit in unseren Breitengraden nicht zu rechnen ist, kann der Körper nicht wissen. Übergewicht ist allerdings nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein gesundheitliches. Herz- und Kreislaufsystem werden belastet, Gelenke und Knochen ebenso.

Menschen, die an Diabetes leiden, führen ihrem Körper zu viel Nahrung zu, welche sich negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Wird bei einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung der Blutzuckerspiegel weitgehend im Gleichgewicht gehalten, so kann er bei der falschen Ernährung im wahrsten Sinne des Wortes entgleisen. Er ist dauerhaft zu hoch und kann Nieren, Herz, Nerven und andere Körpergefäße ernsthaft und dauerhaft schädigen. Das Heimtückische an einem zu hohen Blutzuckerspiegel ist leider, dass man ihn nicht gleich bemerkt.

Womit beschäftigt sich die Ernährungsmedizin? 

Für einen Laien, der sich bisher nicht viel mit gesunder Ernährung und deren Auswirkung auf den Körper beschäftigt hat, scheint dieses gesamte Thema sehr kompliziert zu sein. Welche Auswirkungen haben die einzelnen Vitamine auf den Körper? Warum sind ungesättigte Fettsäuren - wie sie im Fisch enthalten sind - gesund für den Körper, während ungesättigte Fettsäuren - wie sie in Wurst oder Fleisch enthalten sind - sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken? Fragen über Fragen. Ernährungsmediziner versuchen, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und die Forschungsergebnisse so zu publizieren, dass auch der Normalverbraucher davon profitieren kann. In der Ernährungsmedizin wird versucht, die Wirkung der Lebensmittel auf den Köper zu nutzen, um Krankheiten vorzubeugen oder zu heilen. Die Nahrungsaufnahme wird hier nicht mehr nur als Beseitigen des Hungers verstanden, sondern als Eingriff im behandelnden Sinn.

Fazit

Die Art der gesunden Ernährung ist ein weites Feld, in dem man als Laie leicht den Überblick verlieren kann. Dennoch sollte man sich unbedingt die Mühe machen, sich ein Basiswissen in diesem Bereich anzueignen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es, wenn man das Essen nicht nur als nebensächlichen Akt der Hungerbeseitigung versteht. Besser ist es, sich zu fragen, wie man seinem Körper etwas Gutes tun kann. Von einem Körper, der nur minderwertige, nährstoffarme Nahrung erhält, kann man kaum körperliche und geistige Höchstleistungen erwarten. Mit diesem Gedanken wird man beim nächsten Einkauf im Supermarkt bewusster auf die Lebensmittel achten, die im Einkaufswagen landen.

Letzte Aktualisierung am 11.11.2010.
War dieser Artikel hilfreich?