Wie funktioniert die Nutron-Diät?
Die Nutron-Diät (auch: NuTron-Diät) funktioniert ähnlich wie die Blutgruppen-Diät und ermöglicht einen sehr individuellen Speiseplan:
Der Methode zu Grunde liegt die Annahme, dass Krankheiten und Übergewicht nicht durch die Menge, sondern vor allem durch die Art der aufgenommenen Nahrung entstehen. So hat jeder Mensch ganz bestimmte genetische Voraussetzungen, zum Beispiel Kohlenhydrate oder Fette mehr oder weniger gut zu verarbeiten. Auch Allergien und Unverträglichkeiten gegen bestimmte Produkte können ausschlaggebend sein.
In einem ausführlichen Blutbild bestimmt ein Experte, welche Nahrungsmittel jeweils besonders gut vom Körper vetragen werden, welche nur in Maßen erlaubt sind und welche grundsätzlich gemieden werden sollten. An Hand dieser Werte wird dann ein individuell zugeschnittener Speiseplan erstellt.
Ursprüngliches Ziel dieser Ernährungsform war jedoch keine Gewichtsreduktion, sondern vor Allem die Bekämpfung chronischer Krankheiten und Effekte wie zum Beispiel Migräne oder Arthritis, die bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten zugeschrieben werden. Von Anhängern der Nutron-Diät wird bei richtiger Ernährung jedoch auch eine automatische Gewichtsregulierung in Aussicht gestellt.
Vorteile der Nutron-Diät?
Beim Blutbild erkannte Unverträglichkeiten können tatsächlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Auch die Umstellung des Speiseplans auf die individuellen körperlichen Voraussetzungen ist generell als positiv zu bewerten.
Die Nutron-Diät verbietet keinerlei Lebensmittel, sondern passt sie nur dem einzelnen Menschen an. Im Grunde ist somit eine abwechslungsreiche Ernährung ohne Mangelerscheinungen gegeben. Auch die Grundtendenz, bestimmte Lebensmittelgruppen besser oder schlechter zu verwerten, ist nicht von der Hand zu weisen.
Nachteile der Nutron-Diät?
Die Nutron-Diät ist wissenschaftlich nicht fundiert und deshalb heftig umstritten. Ob Nahrungsmittelunverträglichkeiten überhaupt zu Gewichtszunahme führen können, konnte bisher nicht belegt werden.
Zudem ist die Nutron-Diät recht aufwändig und erfordert zunächst ein ausführliches Blutbild, das außerdem von einem Arzt ausgewertet werden muss, der mit dieser Ernährungsform Erfahrungen hat. Unter Umständen wird so Geld ausgegeben für eine Diät, die keinerlei Wirkung zeigt.
Der Mangel an einschlägiger Literatur und die sehr ungenauen Richtlinien sind ein weiterer Nachteil der Nutron-Diät- sie bietet kaum Leitfäden oder Ratgeber für den Alltag, da jeder Fall individuell zu bewerten ist.
Fazit / Kann diese Diät empfohlen werden?
Die Nutron-Diät kann für eine Gewichtsabnahme kaum empfohlen werden, da sie wissenschaftlich nicht fundiert und mitunter schwer anwendbar ist. Als sogenannte Modediät ist sie ähnlich wie die Blutgruppendiät eher eine Zeiterscheinung als ein langfristiges Modell zur Ernährungsumstellung.
Für die Linderung bestimmter Krankheiten ist sie unter Umständen geeignet, auch wenn diese Effekte ebenso umstritten sind. Da es nur individuelle Fälle und keinerlei allgemeinere Angaben gibt, kann die Nutron-Diät kaum brauchbarer Leitfaden für eine Gewichtsabnahme sein.
Letzte Aktualisierung am 07.11.2008.