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Atkins-Diät

Lesezeit: 3 Min.

Abnehmen ohne Hunger?

Wie funktioniert die Atkins-Diät?

Die Atkins-Diät wurde in den 70er Jahren von Richard Atkins ins Leben gerufen. Das Grundprinzip der Atkins-Diät basiert darauf, dass der Abnehmwillige sämtliche Kohlenhydrate von seinem Speiseplan verbannt. Dennoch muss laut Atkins nicht gehungert werden. Vielleicht ist es vor allem der Gedanke des „nicht Hungern müssens“, der dieser Diät zahlreiche begeisterte Anhänger in der ganzen Welt beschwert hat. Sogar verschiedene amerikanische Prominente hatten sich zeitweilig dazu bekannt, dass sie ihre Traumfigur der Atkins-Diät verdanken. Es hört sich wirklich traumhaft an, wenn man bei einer Diät nicht die Kalorien zählen muss und fette Lebensmittel – die normalerweise beim Abnehmen grundsätzlich verteufelt werden – nun plötzlich erlaubt sind.

Der tägliche Nahrungsbedarf soll stattdessen mit Fett und Eiweiß gedeckt werden. Das bedeutet, dass alltägliche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Cornflakes und Müsli vom Speiseplan verbannt werden. Auch Obst wie Bananen und Äpfel oder Gemüse fallen dem Diätplan zum Opfer. Erlaubt sind hingegen alle Fleisch- und Fischsorten, Käse, Wurst und Eier. Ebenfalls verzehrt werden dürfen Joghurt, Quark und ähnliche eiweißhaltige Lebensmittel. Dabei spielt es auch keine Rolle, wie viele Kalorien man täglich zu sich nimmt. Es ist auch egal, wie fett die verzehrten Lebensmittel sind – solange sie keine Kohlenhydrate enthalten.

Das Augenmerk liegt nicht auf der Kalorien-Bilanz, die man am Ende des Tages erreicht hat, sondern einzig und allein darauf, jegliche Nahrung zu meiden, die Kohlenhydrate enthält. Dieses rigorose Verbot von Kohlenhydraten wurde später ein wenig gelockert und die von Atkins verteufelten angeblichen Dickmacher waren in geringen Mengen erlaubt.

Der Grundgedanke, der dieser fett- und eiweißlastigen Nahrung zugrunde lag, war einfach. Atkins ging davon aus, dass eine kohlenhydratreduzierte Nahrung den Blutzuckerspiegel nicht wesentlich nach oben treiben würde. Außerdem war er der Annahme, dass die Energie aus dem durch die Nahrung zugeführten Eiweiß – im Gegensatz zu den Kohlenhydraten – nicht vom Körper gespeichert werden könne. Es können also keine zusätzlichen Fettpölsterchen entstehen. Die nötigen Kalorien – die dem Körper wichtige Energie liefern - würden dann also lediglich durch die Fettkalorien zur Verfügung gestellt. Atkins war klar, dass dieses Ernährungsmuster zu Mangelerscheinungen führen muss. Durch das rigorose Verbot fast jeglicher Kohlenhydrate müssen auch Obst und Gemüse vom Speiseplan verbannt werden. Um gravierende Mangelerscheinungen zu verhindern, wird die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ausdrücklich empfohlen.

Die Atkins-Diät gliedert sich in vier unterschiedliche Diät-Phasen. In der ersten Phase sollen nur sehr wenig Kohlenhydrate mit der Nahrung aufgenommen werden. Die verschwindend geringe Menge an Kohlenhydraten sollte nach Möglichkeit mit Gemüse gedeckt werden. An diese gut zwei Wochen dauernde Einstiegsphase schließt sich die nächste Diät-Phase an. Hier sind ein wenig mehr Kohlenhydrate erlaubt, wobei die empfohlene Höchstdosis von maximal 60 g Kohlenhydraten am Tag immer noch extrem niedrig ist. In den nachfolgenden beiden Diät-Phasen wird die Kohlenhydratmenge weiter minimal erhöht. Erreicht der Abnehmwillige das angestrebte Endgewicht, kann er die Nahrungsmittel ein wenig freier auswählen.

Was sind die Vorteile der Atkins-Diät?

Es gibt kaum Punkte, die für diese Diät sprechen. Ernährungswissenschaftler raten einstimmig von einer so einseitigen Ernährungsform ab. Dennoch ist einer der positiven Aspekte, dass sich der Abnehmwillige mit seinem Gewichtsproblem auseinandersetzt und einsieht, dass etwas geschehen muss. Auch die Tatsache, dass mittlerweile Kohlenhydrate in geringen Mengen erlaubt sind, ist positiv anzusehen. Sport, der früher als unwichtiger Bestandteil des Abnehmprozesses angesehen wurde, wird in der heutigen Diät-Form als wichtig angesehen. Trotz allem ist die Atkins-Diät nicht geeignet, um gesund und dauerhaft abzunehmen.

Was sind die Nachteile der Atkins-Diät

Die Nachteile der Atkins-Diät überwiegen ganz klar. Auf der einen Seite ist die extrem einseitige Ernährung, die zu gravierenden Mangelerscheinungen führen muss. Da Obst und Gemüse fast komplett vom Speiseplan gestrichen werden müssen, ist eine ausreichende Versorgung mit den nötigen Vitaminen und Mineralstoffen nicht mehr gewährleistet. Die ausgleichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen durch Nahrungsergänzungspräparate ist keine geeignete Alternative. Auf der anderen Seite führt die übertriebene Aufnahme von Fetten und Eiweißen zu unerwünschten Nebenwirkungen. Besonders gefährdet sind die Nieren, welche durch die massive Eiweißaufnahme ernsthaft geschädigt werden können. Weiter Nebenerscheinungen können Leberschäden, Verdauungsprobleme und Hautunreinheiten sein. Durch den Entzug von lebensnotwendigen Kohlenhydraten werden die Muskeln und das Gehirn nicht mehr ausreichend mit dem Zucker versorgt, den sie aus den Kohlenhydraten erhalten. Muskelkrämpfe können die Folge sein.

Fazit / Kann diese Diät empfohlen werden?

Von dieser Diät ist dringend abzuraten. Besonders wenn der Abnehmwillig bereits unter gesundheitlichen Problemen leidet, können sich diese durch die Atkins-Diät noch verstärken.
Letzte Aktualisierung am 27.04.2009.
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Atkins-Diät

 
Robert Atkins   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt biggi4   vor > 8 Jahre  1277

Die Atkins-Diät ist völliger Müll. Überall steht was anderes und das Prinzip ist total umstritten. Ich halte von solchen Diäten nicht, weil sie ... mehr

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