Anzeige

Wie die Frühchen den Überlebenskampf gewinnen

Optimale Versorgung und die elterliche Wärme ist für Frühchen das Wichtigste

04.11.2009 - Klein und zerbrechlich wirken Frühgeborene und bestätigen die Aussage "eine Handvoll Mensch". Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 60.000 Babys viel zu früh vor dem errechneten Geburtstermin geboren und zeigen einen Überlebenskampf, der wirklich faszinierend ist. Und immer mehr Frühchen gewinnen den Kampf ums Leben, obwohl sie mitunter unter 500 Gramm auf die Waage bringen. Eine perfekte Versorgung und die elterliche Wärme, sind neben dem Überlebenswillen der Kleinen die wichtigsten Faktoren, um genau dieses Ziel zu erreichen: Gesund überleben.

Das Zeitfenster, welches den Begriff Frühgeborenes umfasst, ist recht groß. So werden alle Babys als Frühchen bezeichnet, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblicken. Starben noch vor wenigen Jahren Frühchen mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm, zeigt sich heute aufgrund der fortgeschrittenen medizinischen Technologien, dass selbst Frühchen mit unter 500 Gramm eine Überlebenschance von etwa 60% haben. Ermöglicht wird das durch eine enge Verzahnung der Geburtshilfe mit einer Frühgeborenenintensiveinheit, die jedoch nach Ansicht der Experten noch nicht in allen Kliniken zu finden ist. Solche Perinatalzentren sollten besonders Schwangeren empfohlen werden, bei denen eine Frühgeburt bereits im Verlauf der Frühschwangerschaft ersichtlich ist.

Hinsichtlich der Behandlungsmethoden von Frühchen zeigen sich schon seit einiger Zeit Veränderungen, die jedoch alle daraufhin abzielen, denn Kleinsten der Kleinen eine geistige und körperliche gesunde Entwicklung zu ermöglichen. So wird das Lungenreifungsmittel Surfactant immer früher über eine Sonde verabreicht anstatt über einen Beatmungstubus. Auch das frühe Abhängen von Beatmungsmaschinen zählt zu den fortschrittlichen Veränderungen in der medizinischen Versorgung der Frühgeborenen. Eine ruhige Atmosphäre mit abgedunkeltem Licht und dem frühen Herausholen aus dem Inkubator, um eine Nähe zu den Eltern herzustellen, sind weitere Maßnahmen, die sich positiv auf die Überlebenschancen der Babys auswirken.

Im Bezug auf die spätere geistige Verfassung der Frühchen, wurde nun vor Kurzem eine Langzeitstudie begonnen, die die Entwicklung von insgesamt 20.000 Frühchen über einen Zeitraum von sechs Jahren erfassen sollen, die ein Geburtsgewicht unter 1500 Gramm hatten. Zudem sollen weitere Faktoren untersucht werden, die sich mit der Thematik der Familie oder auch Genetik befassen und inwieweit sich diese auf die geistige und körperliche Entwicklung auswirken.

« Gehn statt Gen: Erbgut sorgt für Rechtschreibschwäche Kaffee ist der Gesundheit zuträglich besonders bei chronischer Hepatitis C »

Letzte Aktualisierung am 09.12.2009.

Anzeige
Anzeige