Anzeige

Luxus-Medizin in Deutschland

„Made in Germany"

29.10.2009 - Gesundheit ist weltweit ein Thema, um das sich immer wieder neue Angebote ranken. Seit einigen Jahren nimmt der Medizintourismus auf der ganzen Welt zu und immer mehr auch in Deutschland. Besonders begehrt sind Patienten aus den arabischen Ländern, die nicht nur regelmäßige Klinikbesuche und Behandlungen in Deutschland durchführen lassen, sondern vor allem auch über sehr viel Geld verfügen. Dieser Tatsache wird durch eine Luxus-Medizin Rechnung getragen und so verwundert es denn auch kaum, dass in Privatkliniken selbst der Wasserhahn golden glänzt.

Doch angesichts der seit Monaten weltweiten Finanzkrise, asiatischer Billig-Konkurrenz, Schweinegrippe und der zunehmenden medizinischen Versorgung in den Golfanrainerstaaten, könnte es in Deutschland bald recht eng werden, wenn es um die Betreuung reicher Medizintouristen geht. Allerdings sind die deutschen Kliniken mit ihren Spezialabteilungen noch gut im Rennen, denn gerade die medizinische Versorgung in Deutschland genießt weltweit einen sehr guten Ruf. „Made in Germany" auch bei Operationen, lockt die arabischen Touristen in das Land. Viel wird getan, um diese reiche Klientel auch weiterhin in den arabisch eingerichteten Suiten begrüßen zu können. Der Service kann sich ebenfalls sehen lassen, der arabische Dolmetscher ebenso beinhaltet als auch eine Halal-Küche, die es den ausländischen Besuchern erleichtert in Deutschland zu sein.

Während sich Vermittler darum bemühen die wohl situierte Kundschaft auch weiterhin in deutsche Kliniken zu bringen, sind derzeit etwa 30% weniger Buchungen in diesem Sektor zu verzeichnen. Noch beunruhigen diese Zahlen ebenso wenig als auch die Tatsache, dass in Indien inzwischen Bypass-Operationen für 10.000 Dollar ausgeführt werden und auch Singapur oder Thailand mit Billig-Angeboten locken. Gegenüber Kosten von rund 45.000 Dollar für solch eine Operation, ist es fast schon normal, dass in den USA ein Umsatzverlust von knapp 50% im Jahr 2002 auf das Folgejahr verzeichnet wurde. Von etwa 1,4 Milliarden Dollar wohl bemerkt.

Doch deutsche Kliniken und Ärzte punkten nach wie vor im Bereich des Medizintourismus und so bleiben den Kliniken zwischen Berlin, Hamburg und München immer noch genug Patienten. Nicht zu Letzt deshalb, weil asiatische Länder weder ein Schloss Neuschwanstein noch das Oktoberfest haben.

« Verbotenes Pflanzenschutzmittel auf türkischen Birnen Kaufsucht: Einkaufen als Sucht »

Letzte Aktualisierung am 09.12.2009.

Anzeige
Anzeige